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Jannik Steimle fährt mit der Vuelta seine erste Grand Tour
Jannik Steimle fährt mit der Vuelta seine erste Grand Tour © Imago
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München - Jannik Steimle startet erstmals bei der Vuelta. Im SPORT1-Interview verrät das Rad-Talent seine Ziele und was seine Kollegen und ihn in Spanien erwartet.

Premiere für Jannik Steimle! 

Der 24 Jahre alte Radprofi vom Team Deceunick-Quickstep bestreitet bei der anstehenden Vuelta-Rundfahrt (20. Oktober bis 8. November) seine erste sogenannte "Grand Tour". Neben der Spanien-Rundfahrt zählen noch der Giro d'Italia und die Tour de France zu den "Grand Tours", die als einzige Radrundfahrten über einen Zeitraum von drei Wochen ausgetragen werden. (Daten zur Vuelta d'Espana 2020)

Steimle ließ zuletzt mit seinem Gesamtsieg bei der Slowakei-Rundfahrt und einem siebten Platz im Zeitfahren bei der BinckBank-Tour aufhorchen. Nun möchte der Schwabe auch bei der Vuelta für Aufsehen sorgen. Im SPORT1-Interview erklärt Steimle aber, warum die diesjährige Vuelta anders ist als die sonstigen Ausgaben, spricht über seine Ziele in Spanien und seine Erfolge in dieser Saison.

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SPORT1: Herr Steimle, bei der Vuelta fahren Sie Ihre erste Grand Tour. Was sind ihre Hoffnungen und Erwartungen vor dem Start?

Jannik Steimle: Die Freude überwiegt den Respekt vor der ersten dreiwöchigen Rundfahrt. Zuerst einmal hoffe ich, dass wir an den Start gehen können und auch im Ziel ankommen, angesichts der COVID-19-Situation in Spanien. Ich freue mich aber schon, wenn ich im Flieger nach Spanien sitze, auch hinsichtlich des kommenden Jahres. Denn die erste Grand Tour macht noch einmal etwas mit einem im darauffolgenden Jahr. Ich habe mir auch etwas vorgenommen, so rechne ich mir beim Zeitfahren etwas aus. Wenn ich in einer Spitzengruppe bin, hoffe ich natürlich, dass ich dort mit durchkomme und möglicherweise auch um den Etappensieg fahren kann.

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SPORT1: Wie sieht die Situation im Team aus, wer sind die Topfahrer bei der Vuelta?

Steimle: Mit Sam Bennett haben wir den Gewinner des Grünen Trikots (der Tour de France 2020, Anm. d. Red.) am Start, sodass bei einem Sprint-Finale alle Augen automatisch auf uns gerichtet sein werden.

Steimle: "Bei Vuelta auf etwas gefasst machen"

SPORT1: Wie sieht Ihr Aufgabenprofil innerhalb des Teams aus?

Steimle: Ich werde voraussichtlich den Sprint anfahren, aber natürlich auch die Tempoarbeit im Hauptfeld verrichten. Zudem werde ich wohl, nach meinen Leistungen der vergangenen Wochen, auch die Chance erhalten, um den Etappensieg mitzufahren, wenn das Etappenprofil passen sollte. Für mich selbst möchte ich die Vuelta nutzen, um auf der Form, mit der ich die Rundfahrt beende, für die kommende Saison aufzubauen.

SPORT1: Wird die Vuelta in diesem Jahr, aufgrund des sehr späten Zeitpunkts, anders werden als in den Vorjahren?

Steimle: Das Wetter wird eine große Rolle spielen. Viele sagen, dass wir uns auf etwas gefasst machen können, hinsichtlich der Wetterbedingungen. Regen und Kälte und in den Bergen vielleicht sogar Schnee werden eine große Rolle spielen. Normalerweise stehen nach der Vuelta auch noch ein paar Rennen an, in diesem Jahr ist danach noch unser Teamtreffen und dann erst einmal vier Wochen Pause. Daher ist es für mich wichtig, mit einem guten Gefühl aus der Vuelta herauszukommen.

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SPORT1: Wie sehr ist die Vuelta in diesem Jahr auf die Sprinter zugeschnitten, nachdem die Tour de France ihnen eher wenig Raum eingeräumt hat?

Steimle: Es gibt fünf potenzielle Sprintetappen, allerdings ist keine davon komplett flach. Der Rest ist ein stetiges Auf und Ab.

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"Habe mich selbst überrascht"

SPORT1: Kommen wir zu Ihnen: Mit dem Gesamtsieg bei der Slowakei-Tour haben Sie im Vorfeld ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Form scheint also zu passen, oder?

Steimle: Bei den ersten Wettkämpfen nach der Corona-Pause habe ich gemerkt, dass die Form zwar da war. Dennoch habe ich mich schwergetan, weil ich benötige einfach Rennen und die darin enthaltene Härte, um in Form zu kommen.

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SPORT1: Insbesondere im Zeitfahren lief es zuletzt ganz gut für Sie, wird das zukünftig ein weiterer Fokus sein?

Steimle: Absolut. Mit dem Sieg im Zeitfahren bei der Slowakei-Rundfahrt und dem siebten Platz bei der BinckBanck-Tour, einer World-Tour Rundfahrt, habe ich mich ein Stück weit selbst überrascht. Denn bisher habe ich noch nicht wirklich Wert auf das Zeitfahr-Training gelegt, aber das wird sich in der kommenden Saison auf jeden Fall ändern.

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