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Wonnemond triumphiert in Düsseldorf
Wonnemond triumphiert in Düsseldorf © Marco Rühl
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Beim großen Jubiläum zum Saisonfinale 2020 auf der Galopprennbahn in Düsseldorf kommt es zu einem überraschenden Heimsieg. Ein Außenseiter triumphiert.

Überraschender Heimsieg beim großen Jubiläum zum Saisonfinale 2020 auf der Galopprennbahn in Düsseldorf: Im 100. Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m) am Sonntag triumphierte mit dem von Sascha Smrczek vor Ort für den Stall Frohnbach trainierten Wallach Wonnemond nicht nur das mit sieben Jahren älteste Pferd, sondern einer der größten Außenseiter.

Zur Quote von 21,1:1 fing der diesmal stets im Vordertreffen gehende Areion-Sohn nach einem Klasseritt von Dennis Schiergen noch die mächtig aufdrehende und kurz in Sicherheit geglaubte Dreijährige Schwesterherz mit einer Länge ab.

Trotz der guten jüngsten Platzierung in Mailand hatten nur wenige mit solch einem Erfolg von Wonnemond gerechnet, der sich jedoch nun wieder an seine Bestform erinnerte (er war mehrfacher Gruppesieger) und beim 39. Start seinen elften Sieg feierte, der mit 32.000 Euro honoriert war. Damit steigerte Wonnemond seine Gewinnsumme auf 583.574 Euro.

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Wonnemonds Siegreiter Dennis Schiergen meinte: "Ich hatte selbst nicht mit solch einer Steigerung des Pferdes in diesem Alter gerechnet, uns hat aber die flaue Pace geholfen und die Umstellung auf eine offensivere Taktik."

Schwesterherz gefiel auch als Zweite sehr, sie ging lange kaum schlechter als der Sieger. Song of Life hielt sich als Dritte sehr gut, sie gehörte immer dem Vordertreffen an. Aviateur kam spät noch auf Rang vier vor Ninario, doch mehr war nicht drin.

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Der Favorit Stormy Antarctic baute aus bester Lage auf der Geraden enttäuschend früh ab und blieb als Vorletzter nur vor Near Poet. Los Campanos war vom Start verwiesen worden.

Französische Stuten dominieren

Französischer Doppelerfolg im Schloss Roland-Stutenpreis (Listenrennen, 12.500 Euro, 1.400 m): Mit einem eindrucksvollen Antritt dominierte die von Francois Rohaut trainierte vierjährige Oasis Dream-Tochter Cloud Surfing für Al Asayl Bloodstock vor ihrer Landsfrau Light Blush.

Jockey Jack Mitchell beschleunigte schon in der vorentscheidenden Phase die Fahrt und setzte sich früh an die Spitze des Neunerfeldes, und der Vorsprung der bei einer Quote von 10:1 sträflich unterschätzten Stute, die 2020 erst zweimal zuvor gelaufen war, wurde auf der Geraden schnell so groß, dass ihr leichter Sieg weit vor der Ziellinie feststand.

Aber nicht nur die 7.000 Euro Gewinnprämie gingen nach Frankreich, sondern auch die 3.250 Euro Preisgeld für die noch stark anpackende Favoritin Light Blush. Belle Anglaise schob sich als beste Deutsche mit schönem Speed noch auf Rang drei vor der stets prominenten Lips Eagle.

Packendes Duell bei den Zweijährigen

Ein packendes Duell zweier offenbar hochtalentierter Youngsters gab es in der über 1.700 Meter führenden Auftakt-Prüfung. Der im Besitz des Gestüts Auenquelle stehende und von Henk Grewe vorbereitete Soldier Hollow-Sohn Virginia Storm (2,2:1) hatte mit Andrasch Starke genau im Ziel eine Nase Vorsprung gegen den schon in Front gewesenen Novellini.

Miraval belegte weiter zurück Platz drei.

Der Sieger Virginia Storm, der Nennungen für das Ratibor-Rennen im November in Krefeld und das Derby 2021 besitzt, ist kein Geringerer als der rechte Bruder der Gruppesiegerin Virginia Joy, die am Samstagabend bei der Arc Sale in Saint-Cloud/Frankreich für 975.000 Euro verkauft wurde.

"Er hatte schon gut gearbeitet. Wir dachten, dass er leichter gewinnen würde, aber ihm fehlte noch etwas Routine, doch hat der Hengst immer zurückgekämpft. Im nächsten Jahr ist das ein tolles Pferd", berichtete Henk Grewe.

Schnelles Doppel für Starke/Grewe

Auch eine halbe Stunde später wurde das Erfolgsteam Andrasch Starke/Henk Grewe zur Siegerehrung gebeten, denn in einer 1.400 Meter-Konkurrenz war Gestüt Winterhauchs Amaron-Sohn Night Ocean (2,3:1) vor Rock my Life und Muelheimer Perle sehr sicher voraus. Gut möglich, dass man den 90.000 Euro-BBAG-Kauf am 8. November im Münchener Auktionsrennen sehen wird.

Auch dieser Zweijährige hat ein Engagement für das Derby 2021. "Wir hatten immer eine gute Position, mein Pferd galoppierte leichtfüßig und hat unheimlich beschleunigt", verriet Andrasch Starke.

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Beim 16. Versuch klappte es endlich mit dem ersten Erfolg für die von Bohumil Nedorostek in einen 1.400 Meter-Ausgleich IV geschickte La Aluna (7,1:1), die sich mit Alexander Pietsch locker gegen Race For Fame und Gilbert behauptete.

Der enorme Speed von Smartie entschied ein 1.400 Meter-Handicap. Die dreijährige Stute, die Philip Jonkhart in den Niederlanden trainiert, überrollte unter Miguel Lopez leicht Ice Club und Brown Beauty.

Wolff mit starken Nerven

Nerven wie Drahtseile bewies der junge Leon Wolff in der "Wetten, dass…?!? 2.0 Mega-Viererwette der Woche" (Ausgleich III, 1.700 m) auf Peter Schiergens No Waltz (6,2:1), denn erst auf den letzten Metern stürmte dieses Team noch an Zeo vorbei. Dumas und Lovely Dream komplettierten die Viererwette, die 2.760,7:1 Euro brachte.

Der weiche Boden war so richtig nach dem Geschmack von Nextwave (3,1:1), der mit Stephen Hellyn für Trainer Axel Kleinkorres in einem 2.950 Meter-Ausgleich IV souverän gegen Morning Claire und Yes or no voraus war.

Nach seinem Dortmunder Erfolg legte Doris‘ Smith Rockwell Lloyd (9,1:1), den Miguel Lopez für seine Schwester Celina steuerte, im abschließenden Rennen des Düsseldorfer Rennjahres (Ausgleich III, 2.950 m) mit einem sicheren Treffer vor Surrey Warrior und Azonto gleich nach.

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