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Sarah Köhler wurde über 400 m Freistil nur Siebte
Sarah Köhler wurde über 400 m Freistil nur Siebte © Getty Images
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Die deutschen Schwimmer gehen am vierten Tag der Kurzbahn-WM leer aus. Sarah Köhler hadert mit ihrer enttäuschenden Platzierung über 400 m Freistil.

Keine Medaille, keine Rekorde: Die deutschen Schwimmer sind am vierten Wettkampftag der Kurzbahn-WM im chinesischen Hangzhou leer ausgegangen.

Während hinter den Kulissen ein neuer Elite-Wettbewerb für Aufsehen sorgte, spielten die DSV-Athleten im Becken nur Nebenrollen.

Überhaupt nicht zufrieden war Sarah Köhler nach ihrem siebten Platz über 400 m Freistil (4:03,28), nachdem die Vizeeuropameisterin schon über die doppelte Distanz als Fünfte das Podest verpasst hatte. Zur australischen Siegerin Ariarne Titmus, die einen Weltrekord (3:53,92) aufstellte, trennten Köhler knapp zehn Sekunden.

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Köhler hadert mit ihrer Zeit

Ihre Zeit sei "sehr enttäuschend", sagte die Freundin von Europameister Florian Wellbrock, mit dem sie mittlerweile gemeinsam in Magdeburg trainiert.

Die neuen Schwerpunkte könne sie "noch nicht in jedem Rennen umsetzen", sagte Köhler: "Es gibt noch sehr viel tun, aber bis zum Sommer sollte ich das hinbekommen."

Medaillenhoffnungen weckte Marius Kusch mit seinem dritten Platz im Halbfinale über 50 m Schmetterling (22,44). Der Essener, der über die doppelte Distanz als Fünfter knapp am Podest vorbeigeschwommen war, meinte: "Das war ein super Rennen. Ich bin gut an die Wende rangekommen, die Tauchphase hat gut geklappt. Die Staffel davor war ein gutes Aufwärmen."

US-Staffel stellt Weltrekord auf

Mit der 4x50-m-Freistilstaffel belegte Kusch beim Weltrekordrennen des von Superstar Caeleb Dressel angeführten US-Quartetts (1:21,80) den siebten Platz. "Sich mit solchen Namen zu messen, macht mega Bock", sagte der gelernte Schmetterlingsschwimmer Ramon Klenz. Die Magdeburgerin Aliena Schmidtke (50 m Schmetterling) und der Potsdamer Christian Diener (50 m Rücken) landeten in ihren Finals jeweils auf Platz acht. Für einen Weltrekord sorgte überraschend auch Brasiliens 4x200-m-Freistilstaffel (6:46,81).

Abseits des Beckens wurde die Nachricht des Weltverbandes FINA, ab 2019 einen mit 3,9 Millionen Dollar dotierten Wettbewerb für die Elite einzuführen, heiß diskutiert. Bei dem Einladungswettbewerb "FINA Champions Swim Series" sollen in ausgewählten Einzelrennen jeweils nur der Olympiasieger, der Weltmeister, der Weltrekordler und der Jahresweltbeste gegeneinander antreten.

Manches davon erinnert an die Idee der Profiserie International Swimming League (ISL). Die ISL hatte nach einem von der FINA untersagten Wettkampf in Turin gemeinsam mit Stars wie Katinka Hosszu (Ungarn) Klage gegen das Wettbewerbsmonopol der FINA eingelegt.

Der neue FINA-Wettkampf sei "der Versuch, die Topschwimmer, die die Klage eingereicht haben, ruhigzustellen", sagte der Olympiasechste Philip Heintz dem SID. Es profitiert nur ein sehr elitärer Kreis, kaum ein deutscher Schwimmer dürfte eine Einladung erhalten. Heintz: "Die ISL war wesentlich breiter aufgestellt."

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