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Boris Becker beharrt nicht mehr auf seine politische Immunität
Boris Becker beharrt nicht mehr auf seine politische Immunität © Getty Images
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Boris Becker macht in seinem Insolvenzverfahren nicht mehr von seiner diplomatischen Immunität Gebrauch. Das bestätigt sein Anwalt bei SPORT1.

Neues im Fall Boris Becker.

Der dreimalige Wimbledon-Gewinner verzichtet in seinem Insolvenzverfahren vor einem Londoner Gericht auf seine diplomatische Immunität. Einen entsprechenden BBC-Bericht bestätigte Becker-Anwalt Christian-Oliver Moser bei SPORT1.

Er ließ wissen, dass Becker bereits seit längerem auf seine diplomatische Immunität verzichtet. Becker habe sich "vielmehr entschieden, mit dem Insolvenzverwalter umfassend zu kooperieren und das private Insolvenzverfahren zu einem ordnungsgemäßen Abschluss zu bringen", so der Jurist.

Laut Insolvenzverwalter Tony Beswetherick habe Becker in einer Mail an das Gericht geäußert, dass ihm keine andere Möglichkeit mehr bleibe. Zudem soll der 51-Jährige hinzugefügt haben, dass er finanziell nicht mehr in der Lage sei, die Thematik weiterhin vor Gericht auszutragen.

Becker-Trophäen sollen verkauft werden

Laut BBC geht mit dem Verzicht auf die Immunität auch ein Verkauf von Beckers Trophäen und weiteren Gegenständen einher. Deren Wert wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Dazu nahm Moser bei SPORT1 keine Stellung.

Zuvor hatte Becker darauf verwiesen, als Sport-Attacha der Vertretung der Zentralafrikanischen Republik politische Immunität zu genießen.

Der Außenminister des afrikanischen Staates hatte die Dokumente Beckers als Fälschung bezeichnet. Später aber bestätigte ein Botschafter des Landes, dass Becker ehrenamtlich als Sportbotschafter arbeitet. 

Am 21. Juni 2017 hatte ein englisches Gericht den Deutschen für Bankrott erklärt, weil er Schulden in Höhe von 3,9 Millionen Euro bei einer englischen Privatbank nicht begleichen konnte.

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