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Michael Stich hat eine klare Vorstellung für die kurzfristige Zukunft des Tennis
Michael Stich hat eine klare Vorstellung für die kurzfristige Zukunft des Tennis © Getty Images
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Michael Stich hat beim Blick auf 2020 keine großen Hoffnungen für den Tennis-Sport. Der ehemalige Wimbledon-Sieger stellt daher eine klare Forderung.

Nach Meinung des früheren Wimbledonsiegers Michael Stich sollte in diesem Jahr kein internationales Profitennis mehr gespielt werden.

"Ich glaube, es wäre besser, das Jahr abzuhaken, den Fokus auf das nächste Jahr zu legen und jetzt Maßnahmen zu treffen, wie man im nächsten Jahr ein optimales Umfeld schaffen kann für die Spieler", sagte der Doppel-Olympiasieger von 1992 im Olympia-Podcast der ARD-Sportschau.

Seit März sind die internationalen Profitouren aufgrund der Coronavirus-Pandemie unterbrochen.

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Die Damen planen ihren Restart am 3. August mit dem Turnier in Palermo. Das erste Turnier im Kalender der Männer-Tour ATP ist das eigentlich in Cincinnati stattfindende Masters (22. bis 28. August), das nach New York verlegt wurde.

Dort sollen vom 31. August bis 13. September auch die US Open ohne Zuschauer gespielt werden.

"Dann muss man sich fragen: Ist es das wert?"

Für Stich käme derzeit eine Teilnahme am Major-Turnier in Flushing Meadows nicht infrage. "Ich würde mir um meine Gesundheit Sorgen machen", sagte der 51-Jährige, zudem könne er einem "Geister-Grand-Slam" aus sportlicher Sicht wenig abgewinnen.

"Ich glaube, dass die Wertigkeit eines Sieges bei den US Open unter diesen Bedingungen sehr infrage zu stellen ist", sagte Stich: "Wenn die Europäer nicht kommen und die Australier nicht hinfliegen, muss man sich fragen: Ist es das wert?"

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Auch an der geplanten Austragung der French Open in Paris (27. September bis 11. Oktober) übte Stich Kritik.

"Die French Open zu so einer Zeit im Jahr zu spielen, macht gar keinen Sinn", sagte er: "Es zu machen, nur weil man es machen will, heißt nicht, dass man es auch gut macht."

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