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Ex-Präsident Klaus hält Nachfolger für wenig innovativ
Ex-Präsident Klaus hält Nachfolger für wenig innovativ © AFP/SID/WILLIAM WEST
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Der frühere DTB-Präsident Ulrich Klaus hat leise Kritik an seinem Amtsnachfolger Dietloff von Arnim geübt.

Der frühere DTB-Präsident Ulrich Klaus hat leise Kritik an seinem Amtsnachfolger Dietloff von Arnim geübt. Er sei "ein bisschen enttäuscht" von dem Programm des neuen Chefs des Deutschen Tennis Bundes (DTB), sagte Klaus der Rhein-Zeitung: "Dass in der Corona-Krise bundesweit die Tennishallen geöffnet werden sollen, dass der DTB eine bessere Außendarstellung bekommen und es mehr Kommunikation mit den Landesverbänden geben soll ? da ist eigentlich nichts Neues dabei."

Klaus hatte bei der digital durchgeführten Mitgliederversammlung am 31. Januar seine Kandidatur kurz vor der Wahl zurückgezogen, weil eine im Vorfeld viel diskutierte Satzungsänderung beschlossen wurde. Diese besagt, dass Landespräsidenten fortan auch im DTB-Präsidium sein können.

"Es war der Wille der großen Landesverbände, mehr Einfluss zu bekommen", sagte Klaus: "Das widerspricht meiner Ansicht von Gewaltenteilung, weil es quasi deren Abschaffung ist. Für mich ist eine rote Linie überschritten worden."

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Klaus sieht es als wichtigste Aufgabe des DTB, eine Strukturreform zu forcieren, die unter seiner Führung keine Mehrheit fand. Ein Aufsichtsrat soll das Präsidium ersetzen. "Wir sind beim DTB immer noch amateurhaft aufgestellt", urteilte der 70-Jährige.

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