Diese NBA-Legende inspirierte Boris Becker
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Tennis-Ikone Boris Becker schließt ein Engagement als Trainer von Alexander Zverev aus. Er lobt den Jungstar aber erneut in den höchsten Tönen.

Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker hat Alexander Zverev erneut in den höchsten Tönen gelobt, eine intensivere Zusammenarbeit mit dem 20-Jährigen aber weiterhin ausgeschlossen.

"Er ist der beste 20 Jahre alte Tennisspieler der Welt", sagte Becker am Rande der Laureus World Sports Awards in Monaco: "In meiner Funktion als Kopf des Herrentennis im DTB ist es meine Aufgabe, mich um unseren Besten zu kümmern. Das mache ich gerne. Aber jede Woche mit ihm zu reisen, zu trainieren und alles zu organisieren? Nein, danke!"

Alexander Zverev hatte sich jüngst von seinem Trainer Juan Carlos Ferrero getrennt, woraufhin Gerüchte über eine künftige Zusammenarbeit mit Becker aufkamen. Der 50-Jährige möchte sich aber auf seine Aufgabe beim Deutschen Tennis Bund (DTB) und als TV-Experte bei Eurosport konzentrieren.

Becker: Zverev ist ein Diamant

Zverev, so Becker, sei längst nicht am Ende seiner Entwicklung. "Der Junge ist ein Diamant. Wir müssen froh sein, dass wir ihn haben", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Gewinner über den Weltranglistenfünften: "Die Positionen vor ihm sind belegt. Mit Roger Federer und Rafael Nadal beispielsweise. Da schnell vorbeizukommen, ist schwierig."

So könne der Anschein entstehen, dass Zverev derzeit etwas stagniere. Becker sieht das anders: "Es ist eine Frage der Zeit. Irgendwann wird Sascha diese Entwicklung zu Ende bringen. Er wird erfahrener, und irgendwann werden die anderen nicht mehr Tennis spielen."

Die zahlreichen Duelle der etablierten Spitzenspieler gegen den aufstrebenden Nachwuchs seien etwas, das Tennis ausmacht, meinte Becker und adelte Zverev als "den besten Spieler der neuen Generation".

Davis Cup: Becker wünscht sich Änderungen

Das aktuelle Format des traditionsreichen Tennis-Nationenwettbewerbs Davis Cup hält Becker für nicht mehr zeitgemäß und wünscht sich Veränderungen. "Es ist zwar der wichtigste und älteste Mannschaftswettbewerb im Tennis, aber er ist ein bisschen verstaubt. Wir müssen Veränderungen finden."

Becker führte aus: "Das aktuelle Format über vier Spiele - wenn man das Finale erreicht - ist zeitlich und sportlich kaum noch zu machen. Zumindest nicht für einen Weltklassespieler jedes Jahr."

Es gebe viele neue Ideen, "Tennis zu nutzen und ein neues Format zu pressen", sagte Becker und fügte mit Blick auf den jüngsten Vorschlag des Weltverbandes ITF, den "World Cup of Tennis" einzuführen, an: "Es ist gut, dass der ITF ein neues Format über eine Woche oder zehn Tage kreieren möchte. Ich glaube, es wird von den Spielern befürwortet." 

Der am Montag veröffentlichte Plan des ITF sieht vor, die besten 18 Nationen, in einem Wettbewerb ab 2019 jährlich innerhalb einer Woche im November gegeneinander antreten zu lassen.

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