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Zwischen Alexander Zverev (r.) und Patricio Apey (l.) droht eine juristische Schlammschlacht
Zwischen Alexander Zverev (r.) und Patricio Apey (l.) droht eine juristische Schlammschlacht © SPORT1-Grafik: Getty Images/Imago
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Miami und München - Alexander Zverev zieht gegen seinen Ex-Manager vor Gericht. Angeblich will er ins Federer-Team. Doch der Ex-Manager denkt nicht daran, Zverev ziehen zu lassen.

Wer Tony Godsick über Alexander Zverev sprechen hört, der kann womöglich nachvollziehen, sollte er Deutschlands bestem Tennisspieler derzeit etwas den Kopf verdrehen.

Der Manager des großen Roger Federer umgarnt den 21-Jährigen schließlich wie eine Schönheitskönigin vor dem großen Schulball.

"Er wird unglaublich werden. Er spielt großartig, bewegt sich großartig, sieht großartig aus", schwärmte Godsick vor einigen Monaten im Interview mit dem tennisMagazin.

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Wie passend, dass sich Zverev nun von seinem langjährigen Manager getrennt hat.

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Gerüchte über Wechsel zur Federer-Agentur

Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel des gebürtigen Hamburgers in die Managementagentur "Team 8", das gemeinsame Unternehmen von unter anderem Federer und dessen Agenten Godsick, waren schon vor einigen Wochen aufgekeimt. 

Zverev ist eben begehrt. Der deutsche Topspieler ist nicht nur noch immer ein Versprechen für künftige Grand-Slam-Siege, sondern auch schon jetzt ein Garant für lukrative Sponsoren-Deals.

Sein bisheriger Manager Patricio Apey hat ganze Arbeit geleistet und den Jungstar international clever vermarktet.

Zverev zieht gegen Ex-Manager vor Gericht

Dementsprechend geht Zverevs Scheidung von dem Chilenen auch keineswegs geräuschlos über die Bühne. Erst am Mittwoch hatte der Weltranglistendritte dem tennisMagazin offiziell bestätigt, sich in einem Rechtsstreit mit dem 79-Jährigen zu befinden.

"Jetzt ist es ja publik. Wir sind vor Gericht gegen meinen alten Manager", sagte er in einer Presserunde am Rande des ATP-Masters in Miami. Nähere Angaben zu den Hintergründen wollte er zunächst nicht machen, legte zudem Wert auf die Feststellung, dass er noch kein neues Management habe.

Apey zeigte sich auf SID-Anfrage erschüttert. "Das ist völlig aus dem Nichts heraus gekommen. Wir sind schockiert, traurig und sehr enttäuscht, dass solche Maßnahmen ergriffen worden sind", teilte er mit: "Wir hätten es vorgezogen, alle Angelegenheiten bezüglich Sascha und seiner Familie privat zu besprechen."

Juristische Schlammschlacht droht

Apey betreute Zverev seit 2012, der Vertrag mit der "ACE Group" läuft nach dessen Angaben noch vier Jahre. Es droht eine juristische Schlammschlacht. "Wir haben keine andere Option, als diesen rechtlichen Schritten mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten", sagte Apey.

Im lukrativen Tennis-Business gilt Zverev als eine der größten "Cash-Cows" für die Zeit nach den Big Four mit Federer (37), Rafael Nadal (32), Novak Djokovic (31) und Andy Murray (30).

Das weiß natürlich auch der ausgebootete Apey. Noch im vergangenen Jahr klang er deshalb ähnlich verliebt wie Godsick.

"Es ist eine sehr, sehr spannende Zeit in diesem Sport und Zverev ist das Herzstück einer aufregenden Zukunft", sagte er im Podcast Tennis 365: "Einen Spieler zu haben, der groß, blond, blauäugig und unglaublich talentiert ist, ist sicherlich gut für das Spiel."

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