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NOVENTI OPEN 2019 - Day 5
NOVENTI OPEN 2019 - Day 5 © Getty Images
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Alexander Zverev muss sich David Goffin zum ersten Mal geschlagen geben. Nach einem umkämpften Spiel findet das Halbfinale beim ATP-Turnier von Halle ohne ihn statt.

Die Enttäuschung stand Alexander Zverev ins Gesicht geschrieben.

Mit leiser Stimme und leerem Blick sprach Deutschlands Spitzenspieler über sein Viertelfinal-Aus beim Rasenturnier im ostwestfälischen Halle. Die Niederlage hatte Zverev zugesetzt, auf Nachfragen reagierte er gereizt.

"Man kann immer alles sehr negativ sehen", ätzte er nach dem verlorenen Krimi gegen den Belgier David Goffin: "Aber man kann auch viele Dinge positiv sehen. Ich habe hier drei sehr gute Matches gespielt."

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Zverev lobt Goffin

Auf dem Papier stand jedoch ein 6:3, 1:6, 6:7 (3:7) gegen Goffin nach 2:16 Stunden, der Traum vom ersten Titel in Halle war geplatzt.

"Er hat unglaublich returniert, deshalb hat er verdient gewonnen", lobte Zverev seinen Bezwinger und versuchte, eben jene positiven Dinge in den Vordergrund zu rücken. "Ich habe nie Zweifel gehabt. Ich habe 7:6 im Dritten verloren, es ist nicht so, dass er mich vom Platz gefegt hat." 

Mühe hatte auch Rekordsieger Roger Federer, der Schweizer zog aber durch ein 6:3, 4:6, 6:4 gegen den Spanier Roberto Bautista Agut ins Halbfinale ein. Nächste Hürde auf dem Weg zum zehnten Titel ist am Samstag der Franzose Pierre-Hugues Herbert, der von der verletzungsbedingten Aufgabe des Titelverteidigers Borna Coric profitierte.

Goffin trifft indes in der Runde der letzten Vier auf Stuttgart-Sieger Matteo Berrettini. Der Italiener bezwang Karen Chatschanow mit 6:2, 7:6 (7:4).

Viel Arbeit für Zverev

Dennoch liegt auf dem Weg zum Grand-Slam-Highlight in Wimbledon (1. bis 14. Juli) noch einiges an Arbeit vor ihm. Zu viele Doppelfehler leistete er sich in den vergangenen Partien - alleine neun waren es gegen Goffin. Dazu bewies Zverev auch bei Volleys, wichtiges Werkzeug auf Rasen, immer wieder Schwächen.

Der Bluterguss und eine geschwollene Sehne im linken Knie, die den 22-Jährigen seit einem Ausrutscher in der Auftaktpartie in Halle behinderten, sollen ihm in London aber nicht mehr im Weg stehen. 

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"Ich bin nicht froh, dass ich verloren habe, aber ich fühle mich gut für Wimbledon", betonte Zverev. Das lädierte Knie sei "nicht 100-prozentig gut, aber es wird schon in den nächsten Tagen."

Immer noch habe er bei manchen Bewegungen Schmerzen im Knie, hatte Zverev am Donnerstag nach seinem Achtelfinalsieg gegen Steve Johnson berichtet. 

Anzumerken war dies dem ATP-Champion aber gegen Goffin zunächst nicht, er servierte stark, spielte druckvoll und clever, ehe ein medizinischer Notfall auf der Zuschauertribüne für eine minutenlange Unterbrechung sorgte.

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Zverev ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Direkt nach Wiederbeginn gelang ihm das erste Break der Partie zum 3:2, das er mit einem lauten "Come on" bejubelte. Nach dem souveränen Gewinn des ersten Satzes erfuhr Zverevs Spiel aber einen Bruch.

Nervöses Spiel von Zverev

Er agierte zunehmend nervöser, während der Belgier immer mutiger wurde und sich mit drei Breaks den zweiten Satz holte. Zverev ließ stattdessen Dampf ab, nach 75 Minuten pfefferte er frustriert seinen Schläger auf den Boden.

Im dritten Satz spielte der Deutsche zunächst wieder deutlich entschlossener und breakte Goffin früh.

Diesen Vorteil gab Zverev aber wieder aus der Hand und musste bei 4:5 gar zwei Matchbälle abwehren. Im Tiebreak nutzte Goffin dann seine dritte Gelegenheit zum Matchgewinn.

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