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Nick Kyrgios sorgt einmal mehr für einen Eklat. Beim Masters-Turnier in Cincinnati rastet der Australier aus. Die ATP reagiert nun mit einer rekordverdächtigen Strafe.

Nick Kyrgios hat einmal mehr für negative Schlagzeilen gesorgt.

Beim ATP-Masters in Cincinnati musste der Australier nicht nur in der zweiten Runde die Segel streichen, sondern rastete im Match gegen Karen Khachanov auch völlig aus.

Auslöser war eine Strafe von Stuhlschiedsrichter Fergus Murphy, die er für die Missachtung der Shot Clock erhielt. Daraufhin beantragte Kyrgios eine Klo-Pause. Zwar genehmigte Murphy diese nicht, der Tennis-Profi steuerte trotzdem in den Innenraum - mit zwei Schlägern im Gepäck.

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Kyrgios zertrümmert Schläger

Wie ein Video von ESPN zeigt, ließ Kyrgios dort seinen Emotionen freien Lauf und schmetterte gleich beide Schläger gegen Wand und Boden. Auf den Platz kehrte der 24-Jährige anschließend mit zwei komplett zerstörten Schlägern zurück.

Aber damit nicht genug: Auch gegen den Schiedsrichter teilte er noch ordentlich aus. "Du bist ein verdammter Angeber", schimpfte er Richtung Murphy und spuckte vor dessen Stuhl auf den Boden. Am Ende verlor er das Zweitrunden-Match gegen den Russen mit 7:6, 6:7, 2:6. Die Spieler gaben sich nach dem Match die Hände.

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Dem Schiedsrichter verweigerte Kyrgios den Handschlag allerdings.

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ATP mit rekordverdächtiger Strafe

An Strafen ist Kyrgios schon lange gewöhnt - aber eine Strafe dieser Höhe ist nicht nur für den Australier neu. Die verschiedenen Verstöße addieren sich zu rekordverdächtigen 113.000 US-Dollar, die Kyrgios an die ATP überweisen muss.

Gleich fünf Vergehen wurden mit 20.000 US-Dollar geahndet, darunter ist vier Mal ein unsportliches Verhalten und ein Mal unerlaubtes Fluchen. Ein weiteres unsportliches Verhalten sowie Fluchen wurde mit jeweils 5.000 US-Dollar bestraft.

Die restlichen 3.000 US-Dollar werden für das unerlaubte Verlassen des Platzes fällig.

Weitere Strafen drohen

Obwohl er davon profitierte, konnte selbst Gegner Khachanov dessen Verhalten nicht gut heißen. "Er hat wirklich ein großes Talent, aber manchmal hat er seinen Kopf nicht an der richtigen Stelle."

Kyrgios wurde zudem von der ATP gewarnt, dass ihm auch eine Suspendierung drohen könne, sobald eine vollständige Untersuchung stattgefunden habe. Erst vor eineinhalb Wochen hatte er in Washington seinen sechsten Turniersieg gefeiert.

Becker als Kyrgios-Fürsprecher

Auch Boris Becker hat sich mittlerweile per Twitter zu dem Vorfall geäußert.

Dabei verteidigt die Tennis-Ikone die Strafe der ATP, hofft aber, dass es nicht zu einer Suspendierung des Australiers kommt. Vielmehr wünscht er sich, dass der aktuelle Bad Boy der Tenniswelt erwachsen wird und sich zu einem Leader der Zukunft im weißen Sport entwickelt.

In einem zweiten Tweet wiederholt Becker seine Sicht der Dinge noch einmal und fügt dabei an, dass die Hoffnung auf einen Reifeprozess bei Kyrgios womöglich vergeblich ist.

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