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Rafael Nadal ist mit dem spanischen Team beim ATP Cup am Start
Rafael Nadal ist mit dem spanischen Team beim ATP Cup am Start © Getty Images
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Der ATP Cup feiert in Australien seine Premiere. Das deutsche Team um Alexander Zverev ist schon raus. SPORT1 beantwortet alle wichtigen Fragen.

Der ATP Cup feiert in diesem Jahr vom 3. bis zwölften Januar in Australien seine Premiere (ATP Cup täglich im LIVETICKER).

Das Turnier tritt im Tennis-Kalender an die Stelle des Hopman Cups und findet im Vorfeld der Australian Open (20. Januar bis 2. Februar) statt. Die ATP veranstaltet das Event gemeinsam mit Tennis Australia, gespielt wird auf Hartplatz - und zwar in drei Städten: Sydney, Perth und Brisbane. Ab dem Viertelfinale wird nur noch in Sydney gespielt.

Für Deutschland gingen Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff sowie Kevin Krawietz und Andreas Mies (Doppel) an den Start. Nach Duellen mit Gastgeber Australien, Griechenland und Kanada ist das deutsche Team allerdings bereits ausgeschieden. Auf Zverevs Wunsch hin hatte Tennis-Ikone Boris Becker die Mannschaft als Kapitän betreut. 

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Welche Nationen nehmen teil?

24 Mannschaften treten zumeist mit den beiden in der Weltrangliste bestplatzierten Spielern an.

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Gastgeber Australien spielt daher mit Nick Kyrgios und Alex de Minaur, für Griechenland waren Stefanos Tsitsipas und Michail Pervolarakis am Start, die Kanadier traten mit Felix Auger-Aliassime und Denis Shapovalov an. Auch die Superstars Novak Djokovic (Serbien) und Rafael Nadal (Spanien) vertreten ihre Nationen.

Die Schweiz mit Roger Federer ist nicht vertreten, da der "Maestro" noch etwas mehr Zeit mit der Familie verbringen wollte. Andy Murray und Japans Nummer eins Kei Nishikori fehlen verletzungsbedingt.

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Folgende Nationen nehmen am ATP Cup teil: Argentinien, Australien, Belgien, Bulgarien, Chile, Deutschland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Moldawien, Österreich, Norwegen, Polen, Russland, Serbien, Spanien, Südafrika, Uruguay, USA.

Wie sieht der Modus aus?

Der Modus sieht wie beim bis 2012 in Düsseldorf ausgetragenen World Team Cup in jedem Duell zweier Länder zwei Einzel und ein Doppel vor, die jeweils über zwei Gewinn-Sätze gespielt werden. Beim Stand von 6:6 im dritten Satz entscheidet der Tiebreak. Im Doppel wird mit No-Ad-Regel und einem Match-Tiebreak im dritten Satz gespielt.

Die Gruppensieger sowie die zwei besten Zweiten ziehen ins Viertelfinale ein, ab da geht es im K.o.-Modus weiter.

Die Gruppen im Überblick (für die Gruppen A bis E qualifiziert sich je eine weitere Nation):

Gruppe A (Brisbane) - Serbien, Frankreich, Südafrika, Chile
Gruppe B (Perth) - Spanien, Japan, Georgien, Uruguay
Gruppe C (Sydney) - Belgien, Großbritannien, Moldawien, Bulgarien
Gruppe D (Perth) - Russland, Italien, USA, Norwegen
Gruppe E (Sydney) - Österreich, Kroatien, Argentinien, Polen
Gruppe F (Brisbane) - Deutschland, Griechenland, Kanada, Australien

Deutsches Team schon raus

Mit Zverev und Struff im Einzel sowie den French-Open-Siegern Krawitz/Mies im Doppel wollte der Deutsche Tennis Bund (DTB) angreifen. Das von Boris Becker geführte deutsche Tennisteam ist allerdings vorzeitig ausgeschieden.

Die Mannschaft um ihren erneut enttäuschenden Spitzenspieler Alexander Zverev kassierte im entscheidenden Gruppenspiel um Platz zwei hinter Australien eine 1:2-Niederlage gegen Kanada und verpasste damit die Qualifikation für das Viertelfinale. Deutschland hatte lediglich sein zweites Duell in der Gruppe F gegen Griechenland gewonnen.

Worum geht es beim ATP Cup?

Neben dem Titel für das gesamte Team können die Spieler auch Punkte für die Weltrangliste sammeln. Im Einzel sind maximal 750 Weltranglistenpunkte möglich, im Doppel maximal 250.

Zudem wird ein Preisgeld in Höhe von 22 Millionen Australischen Dollar ausgeschüttet, was umgerechnet rund 14 Millionen Euro entspricht.

Buschfeuer beeinflussen ATP-Cup

Die anhaltenden schweren Buschfeuer in Australien haben möglicherweise Auswirkungen auf das Turnier und machen den Sport beinahe zur Nebensache.

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Gerade rund um Sydney ist die Situation durchaus angespannt. Turnierdirektor Tom Larner wies vor dem Start darauf hin, dass ausreichend medizinisches Personal auf der Anlage sein wird. Vor allem die Rauchentwicklung und die daraus resultierende Luftverschmutzung bereiten Sorgen. Australiens Tennisverband kündigte nun an, bei den anstehenden Turnieren auf dem fünften Kontinent Spendenaufrufe für die Opfer der verheerenden Buschbrände zu starten.

Auch Tennis-Stars wie Nick Kyrgios zeigten ein Herz. Er kündigte via Twitter an, 200 US-Dollar pro Ass zu spenden. Sein 20 Jahre alter Landsmann Alex de Minaur legte noch einen drauf: Der Gegner von Alexander Zverev will sogar noch 50 Dollar mehr spenden.

So können Sie den ATP Cup LIVE verfolgen:

TV: Sky
Livestream: Skygo
Liveticker: SPORT1

Der Zeitplan des ATP Cups 2020:

Finale

Sonntag, 12. Januar

Serbien - Spanien 2:1

Halbfinale

Samstag, 11. Januar:

Serbien - Russland 3:0
Spanien - Australien 2:0

Viertelfinale

Donnerstag, 9. Januar:

Großbritannien - Australien 1:2
Argentinien - Russland 0:3

Freitag, 10. Januar:

Serbien - Kanada 3:0
Belgien - Spanien 1:2

Vorrunde

Freitag, 3. Januar:

Belgien - Moldawien 3:0
Großbritannien - Bulgarien 1:2
USA - Norwegen 1:2
Russland - Italien 3:0
Griechenland - Kanada 0:3

Deutschland - Australien 0:3
Jan-Lennard Struff - Nick Kyrgios 0:2
Alexander Zverev - Alex de Minaur 1:2
Krawietz/Mies - Guccione/Peers 0:2

Samstag, 4. Januar:

Frankreich - Chile 2:1
Serbien - Südafrika 3:0
Japan - Uruguay 3:0
Spanien - Georgien 3:0
Argentinien - Polen 2:1
Österreich - Kroatien 0:3

Sonntag, 5 Januar:

Bulgarien - Moldawien 2:1
Belgien - Großbritannien 1:2
Italien - Norwegen 2:1
Russland - USA 2:1
Kanada - Australien 0:3

Deutschland - Griechenland 2:1
Jan-Lennard Struff - Michail Pervolarakis 2:0
Alexander Zverev - Stefanos Tsitsipas 0:2
Krawietz/Mies - Tsitsipas/Pervolarakis 2:1

Montag, 6. Januar:

Südafrika - Chile 3:0
Serbien - Frankreich 2:1
Japan - Georgien 3:0
Spanien - Uruguay 3:0
Kroatien - Polen 2:1
Österreich - Argentinien 3:0

Dienstag, 7. Januar:

Großbritannien - Moldawien 3:0
Bulgarien - Belgien 1:2
Russland - Norwegen 3:0
Italien - USA 3:0
Griechenland - Australien 0:3

Deutschland - Kanada 1:2
Alexander Zverev - Denis Shapovalov 0:2
Jan-Lennard Struff - Felix Auger-Aliassime 2:0
Krawietz/Mies - Shamasdin/Polansky 0:2

Mittwoch, 8. Januar:

Serbien - Chile 2:1
Frankreich - Südafrika 1:2
Spanien - Japan 3:0
Georgien - Uruguay 2:1
Österreich - Polen 1:2
Kroatien - Argentinien 0:3

Donnerstag, 9. Januar:

England - Australien 1:2
Argentinien - Russland 0:3

Freitag, 10. Januar:

Serbien - Kanada 3:0
Belgien - Spanien 1:2

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