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Zverev erhebt Vorwürfe gegen die ATP
Zverev erhebt Vorwürfe gegen die ATP © AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
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Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev hat die Spielervereinigung ATP harsch für deren Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert.

Frankfurt am Main (SID) - Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev hat die Spielervereinigung ATP harsch für deren Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert. "Die sind nur darauf fokussiert, das Finanzielle in Ordnung zu halten. Die Meinung der Spieler ist nicht deren Priorität", sagte der Weltranglistensiebte aus Hamburg im Bild-Interview: "Das ist schade, denn die ATP sollte für die Spieler da sein. Im Moment ist man offensichtlich mehr für die Turnier-Veranstalter da."

Während der Australian Open im Februar hatten Zverev und der Weltranglistenerste Novak Djokovic öffentlich angeregt, wie in Melbourne mehrere Turniere an einem Ort zu spielen, um möglichst wenig reisen zu müssen und die Infektionsgefahr zu minimieren. "Das hat die ATP nicht interessiert", sagte die deutsche Nummer eins.

Derzeit bereitet sich Zverev in Miami auf das Masters-Turnier vor, er besitzt in der ersten Runde ein Freilos. "Wir sind auch in Miami in einer Bubble, auch wenn drumherum alles lockerer ist", erzählte der 23-Jährige - auch da passt ihm das Verhalten der ATP nicht: "Die ATP-Regeln zählen auch da. Die ATP sollte meiner Meinung nach mehr auf die Länder hören, in denen wir gerade sind. Sonst wird es mental schwer für uns. Bei einem Hallen-Turnier wie in Rotterdam sehen wir nur Hotelzimmer und Halle, also quasi keine Außenwelt."

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Am vergangenen Sonntag hatte Zverev beim Turnier in Acapulco seinen 14. Karriere-Titel gewonnen. In Miami zählt er in Abwesenheit von Djokovic, den Grand-Slam-Rekordsiegern Roger Federer und Rafael Nadal sowie US-Open-Champion Dominic Thiem zu den Topfavoriten - auch wenn er erstmal tiefstapelte. "Im neuen Stadion habe ich 2019 bei der ersten Auflage direkt in der ersten Runde verloren", sagte Zverev: "Ich will zeigen, dass ich da besser spielen kann und freue mich auf die nächsten Wochen."

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