vergrößernverkleinern
Alexander Zverev (l.) fehlt nach der Ernennung von Boris Becker zum "Head of Men's Tennis"
Alexander Zverev (l.) fehlt nach der Ernennung von Boris Becker zum "Head of Men's Tennis" © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Trotz angedeuteter Zusagen fehlen Alexander und Mischa Zverev sowie Philipp Kohlschreiber dem Davis-Cup-Team. Boris Becker macht das Management verantwortlich.

Boris Becker droht als neuem "Head of Men's Tennis" der Abstieg zum Einstand. Die drei besten deutschen Tennisprofis Alexander und Mischa Zverev sowie Philipp Kohlschreiber haben dem neuen starken Mann im deutschen Männer-Tennis für das Relegationsspiel der Davis-Cup-Mannschaft in der Weltgruppe vom 15. bis 17. September in Lissabon gegen Gastgeber Portugal einen Korb gegeben.

Dabei hatten beide Zverev-Brüder ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert, Mischa Zverev noch nach seinem Ausscheiden bei den US Open. Alexander Zverev hatte im Mai am Rande des Turniers in München erklärt: "Ich spiele in Portugal." Seine Teilnahme sei sicher.

Becker sieht Schuld bei Management

Becker sieht die Verantwortung für die Absage bei dessen Management. "Sascha wollte spielen, aber sein Management hat ihm davon abgeraten. Er solle sich ausruhen. Deshalb hat er Teamchef Michael Kohlmann persönlich abgesagt", sagte Becker in seinem TV-Format "Matchball Becker" bei Eurosport: "Das ist schade, er ist ein Idol von Millionen von Menschen. Aber ich stehe immer hinter dem Spieler."

Anzeige

Über Kohlschreiber sagte der 49-Jährige: "Es wäre eine Chance gewesen, etwas für seine Reputation zu tun. So ist es schade, wir hätten ihn gebraucht." Bei Mischa Zverev ist für Becker der Verzicht verkraftbar. "Sand ist nicht sein stärkster Belag. Wenn, dann wäre er wohl nur im Doppel zum Einsatz gekommen. Wir brauchen ihn aber nächstes Jahr."

Zweitbesetzung gegen Portugal

Kohlmann hat damit für das entscheidende Duell gegen den Abstieg nur noch eine Zweitbesetzung zur Verfügung. Der Teamkapitän nominierte für das Duell gegen die Portugiesen Jan-Lennard Struff und Cedrik-Marcel Stebe sowie die Debütanten Yannick Hanfmann und Tim Pütz.

"Die Absagen von Sascha, Mischa und Philipp sind für uns natürlich schwierig zu kompensieren", sagte Kohlmann: "Dennoch fahren wir mit einem positiven Gefühl nach Portugal. Ich betrachte jede Partie als ausgeglichen, denke, dass wir in allen fünf Matches Siegchancen haben."

Kohlmann stützt sich in seiner Einschätzung vor allem auf den Faktor Erfahrung. "Mit Jan-Lennard Struff haben wir eine Nummer eins im Team, die bereits über wichtige Erfahrungen im Davis Cup verfügt. Er hat uns im letzten Jahr in Berlin gegen Polen den Verbleib in der Weltgruppe gesichert und wird auch in Lissabon eine wichtige Säule für unser Team sein", sagte der Teamchef.

Die DTB-Equipe um Alexander Zverev hatte im Februar ihr Erstrundenspiel gegen Belgien in Frankfurt am Main mit 1:4 verloren und den Einzug ins Viertelfinale verpasst. Portugal war von der Europa-Afrika-Gruppe aus in die Davis-Cup-Saison 2017 gestartet und hatte sich mit Siegen gegen die Ukraine und Israel seinen Platz in der Relegation gesichert.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image