vergrößernverkleinern
2018 Australian Open - Day 8
Erleichterung bei Angelique Kerber nach dem Erreichen des Viertelfinals bei den Australian Open © Getty Images
teilentwitternE-MailKommentare

Melbourne - Die deutsche Tennisspielerin muss im Achtelfinale gegen Hsieh Su-Wei ihr ganzes Können zeigen - und lässt sich in der entscheidenden Situation nicht entmutigen.

Angelique Kerber hat ihre Siegesserie in einer Zitterpartie fortgesetzt und das Viertelfinale der Australian Open erreicht.

Die 30-Jährige verlor zwar gegen Hsieh Su-Wei aus Taiwan den ersten Satz im Turnierverlauf, kämpfte sich jedoch zurück und gewann nach 2:08 Stunden 4:6, 7:5, 6:2. Damit bleibt sie auch nach dem 13. Match im Jahr 2018 ungeschlagen.

Kerber war nach dem hart erkämpften Sieg spürbar erleichtert. "Sie hat unglaublich gespielt. Ich musste viel laufen, sie hatte immer eine Antwort", lobte sie die frühere Nummer eins der Doppel-Weltrangliste: "Sie hat mich in jede Ecke geschickt. Ich war überall auf dem Platz."

Keys in Top-Form

Am Mittwoch spielt Kerber gegen US-Open-Finalistin Madison Keys (USA) um den Einzug ins Halbfinale. Gegen die 22-Jährige, die von Ex-Profi Dieter Kindlmann aus Sonthofen trainiert wird, hat Kerber sechs von sieben Duellen gewonnen, die letzten drei in ihrem Erfolgsjahr 2016: in Miami, im Halbfinale der Olympischen Spiele in Rio und beim WTA-Saisonfinale in Singapur.

Keys präsentiert sich allerdings in Melbourne in Top-Form. Beim 6:3, 6:2 im Achtelfinale gegen die an Position acht gesetzte Französin Caroline Garcia gab sie erneut keinen Satz ab.

Kerber hatte dagegen mit Hsiehs unkonventionellem Spiel mehr Probleme als erwartet. Die Weltranglisten-88. hatte zuvor die spanische Wimbledonsiegerin Garbine Muguruza und die frühere Wimbledonfinalistin Agniezska Radwanska (Polen) geschlagen.

Kerber schimpft in Richtung Box

Im zweiten Durchgang schlug Kerber beim Stand von 4:5 gegen die Niederlage auf. Sie war sicht- und hörbar unzufrieden mit ihrer Leistung, schüttelte den Kopf, zuckte mit den Schultern und schimpfte in Richtung ihrer Box.

Anders als im vergangenen Jahr ließ sie sich aber nicht entmutigen und stemmte sich gegen die drohende Pleite. Im Laufe des Spiels fand sie immer bessere Antworten auf die platzierten und ansatzlosen Schläge ihrer Gegnerin.

Hatte Kerber 2016 noch in drei von vier Grand-Slam-Finals gestanden und in Melbourne sowie New York triumphiert, waren die Achtelfinals bei den Australian Open und in Wimbledon 2017 ihre besten Resultate. In Roland Garros und bei den US Open war sie sogar in der ersten Runde gescheitert.

teilentwitternE-MailKommentare