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Mischa Zverev gab 2005 sein Profidebüt im Tennis
Mischa Zverev gab 2005 sein Profidebüt im Tennis © Getty Images
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Mischa Zverev muss für seine Aufgabe bei den Australian Open eine harte Strafe hinnehmen. Der 30-Jährige geht gegen die Entscheidung jedoch in Berufung.

Tennisprofi Mischa Zverev kommt seine Aufgabe in der ersten Runde der Australian Open teuer zu stehen. Der 30-Jährige muss 45.000 Dollar (ca. 36.700 Euro) Strafe zahlen, weil er angeschlagen in die Partie gegen den Südkoreaner Chung Hyeon gegangen war und das Match nicht beendet hatte. 47.000 Dollar hatte Zverev als Preisgeld bekommen.

Sein Manager Patricio Apey teilte mit, Berufung gegen die Entscheidung eingelegt zu haben. Zverev hatte das Match gegen Chung, der mittlerweile im Viertelfinale angekommen ist, beim Stand von 2:6, 1:4 abgebrochen.

Kohlmann sagt Einspruch voraus

Vor der Saison hatten die vier Grand-Slam-Turniere die Regeln für Aufgaben in der ersten Runde verschärft. Damit soll verhindert werden, dass kranke oder verletzte Spieler nur wegen der Prämie antreten. Ziehen sie bereits vor dem Match zurück, dürfen sie sich das Preisgeld mit dem nachrückenden Lucky Loser teilen.

Mischa Zverev war von einer Knochenhautentzündung in der linken Schulter und von einem Infekt beeinträchtigt gewesen. Der Viertelfinalist des Vorjahres war der einzige unter 256 Spielerinnen und Spielern in Melbourne, der in der ersten Einzelrunde aufgab. Insgesamt vier Spielerinnen und Spieler zogen bereits vor ihren Auftaktmatches zurück.

Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann, der hofft, dass sich Zverev bis zum Auswärtsspiel in Brisbane (2. bis 4. Februar) wieder erholt, nannte die Strafe "drastisch". Mit seiner Vermutung, "da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen", sollte er Recht behalten.

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