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Kevin Anderson und John Isner spielten in diesem Jahr bis zum 26:24 im fünften Satz
Kevin Anderson und John Isner spielten in diesem Jahr bis zum 26:24 im fünften Satz © Getty Images
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Beim Tennis-Turnier in Wimbledon kommt es zu einer Regel-Revolution. Erstmals soll ein Tiebreak eingesetzt werden - allerdings erst bei einem bestimmten Stand.

Der altehrwürdige All England Lawn Tennis Club bricht bei seinem weltbekannten Rasenturnier in Wimbledon mit einer Tradition: Ab dem kommenden Jahr wird in allen Wettbewerben im entscheidenden Satz beim Stand von 12:12 ein Tiebreak gespielt. Bislang mussten die Sieger im Herren- und Dameneinzel sowie in allen Doppeldisziplinen zwei Spiele Vorsprung haben.

Vorbei sind damit die Zeiten der schier endlosen Marathon-Matches. In diesem Sommer hatte das Halbfinale zwischen Kevin Anderson (Südafrika) und John Isner (USA) für Aufsehen gesorgt. Das Match endete erst nach 6:36 Stunden mit 26:24 im fünften Satz für Anderson. Es war das zweitlängste Match der Turniergeschichte. Länger war nur die historische Partie zwischen Isner und dem Franzosen Nicolas Mahut, die 2010 nach drei Tagen und insgesamt 11:05 Stunden Spielzeit mit 70:68 im entscheidenden Durchgang für Isner zu Ende gegangen war.

In den Beschluss seien das Feedback der Spieler und Offiziellen sowie Matchdaten aus den vergangenen 20 Jahren eingeflossen, erklärte Philip Brook, Vorsitzender des All England Club. "Aus unserer Sicht ist es an der Zeit, einen Tiebreak für Matches einzuführen, die zu einem vernünftigen Zeitpunkt im entscheidenden Satz noch nicht zu einem natürlichen Ende gelangt sind", sagte Brooks.

Bislang gab es bei den vier Grand-Slam-Turnieren nur bei den US Open in New York beim Stand von 6:6 im Entscheidungssatz einen Tiebreak. Dieser gehört erst seit 1970 zu den Tennisregeln des Weltverbandes ITF.

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