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Dominic Thiem steht im Finale der French Open
Dominic Thiem steht im Finale der French Open © Getty Images
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Bärenstarke Performance von Dominic Thiem. In einem nervenaufreibenden Halbfinale behält er gegen Novak Djokovic die Oberhand und stürmt ins Finale der French Open.

Es regnete, es windete, es gab mehrere Unterbrechungen - und Dominic Thiem vergab Chancen über Chancen.

Doch am Ende der zweitägigen Nervenschlacht gegen Novak Djokovic behielt der Österreicher dann doch kühlen Kopf. Beim dritten Matchball unterlief Thiem endlich einmal kein Fehler, seine Vorhand flog unerreichbar für den Weltranglistenersten vor die Grundlinie - zum 6:3, 4:6, 7:5, 5:7, 7:5. Nach einer Gesamtspielzeit von 4:13 Stunden.

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Am Sonntag (ab 15.00 Uhr im LIVETICKER) kommt es auf dem Court Philippe Chatrier zur Neuauflage des Finales aus dem Vorjahr: Thiem trifft auf den "König von Roland Garros", Rafael Nadal, der am Bois de Boulogne zum zwölften Mal im Endspiel steht und seinen zwölften Titel anstrebt.

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Wieder Finale gegen Nadal

Gegen den Spanier hatte Thiem vor zwölf Monaten glatt in drei Sätzen verloren, 4:6, 3:6, 2:6. "Immer wenn man hier das Finale erreicht, ist es gegen Rafa", scherzte er. (Alle Ergebnisse der French Open)

In welchem Zustand Thiem das Finale bestreiten kann, ist freilich fraglich. Das Halbfinale, am Samstag beim Stand von 4:1, 40:40 für ihn im fünften Satz für 67 Minuten ein drittes Mal wegen Regens unterbrochen, endete erst um kurz nach 16.00 Uhr. Nadal hat damit auf jeden Fall einen Vorteil.

Sein Match gegen Roger Federer (6:3, 6:4, 6:2) war am Freitag nach nur 2:25 Stunden beendet, nun hat sein Finalgegner auch noch eine Nacht weniger zum Regenerieren.

Thiem will keine Ausreden hören

Nach einem denkwürdigen Match gegen Djokovic wollte Thiem allerdings erst einmal nichts von körperlicher Belastung wissen. "Ich werde alles auf dem Platz lassen", versicherte er. So viele Durchhänger wie gegen Djokovic wird er sich nicht erlauben können. Im wilden fünften Satz vergab er bei 4:1 zwei Breakbälle, dann bei 5:3 zwei Matchbälle, eher er dem Serben dann doch den Aufschlag abnahm.

"Ich bin im Halbfinale mit den vielleicht besten drei Spielern aller Zeiten, und einen von ihnen zu schlagen, ist unglaublich", sagte Thiem, der Djokovic mehr nahm als nur den Sieg: Er verbaute ihm auch die Chance auf einen zweiten Karriere-Grand-Slam. 2016 hatte der Serbe in Paris gewonnen - und damit sein viertes Grand-Slam-Turnier nacheinander.

Mit einem erneuten Triumph in Roland Garros wäre ihm dies nun ein zweites Mal gelungen.

Nadal will seinen zwölften Titel

Unerreicht sind auch zwölf Titel bei einem Grand Slam. Am Sonntag könnte sich dies ändern. "Es ist unglaublich, um ehrlich zu sein", sagt Nadal selbst. "Aber ich darf nicht daran denken, dass es unglaublich ist, denn es ist wahr." Noch vor "fünf, sechs, acht Jahren", fuhr der 33-Jährige fort, habe er nicht mal im Traum daran gedacht, dass er so weit kommen könne, "aber jetzt passiert es".

Federer, der im Halbfinale am Freitag mit dem Wind ganz und gar nicht zurecht kam, hält den ewigen Rivalen auf der roten Asche ohnehin für unantastbar. "Auf Sand", betonte der Schweizer nach seiner klaren Niederlage, "gibt es keinen, der ihm auch nur entfernt nahe kommt."

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