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Angelique Kerber hat bei den Australian Open das Viertelfinale verpasst. Sie unterlag einer Russin in drei Sätzen nach gewonnenem ersten Satz.

Der Traum vom Angelique Kerber, nach 2016 ein zweites Mal bei den Australian Open zu triumphieren, ist geplatzt. Mit einem kurzen Winken verließ sie die Margaret Court-Arena.

Kerber unterlag Anastasia Pavlyuchenkova aus Russland mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 2:6. Die Runde der letzten Acht bei einem Grand Slam hatte die 32 Jahre alte Kielerin zuletzt bei ihrem Wimbledonsieg 2018 erreicht. Durch ihr Aus sorgte Deutschlands Nummer eins auch dafür, dass es bei den Australian Open zum zweiten Mal nach 1982 die fünfte Turniersiegerin in fünf Jahren gibt. Denn sie war die letzte Spielerin, die diese Serie beenden hätte können. 

"Im dritten Satz war ich nicht mehr so bei Kräften wie davor, das war am Ende der Schlüssel", resümierte Kerber, die aber betonte, alles gegeben zu haben.

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Alexander Zverev erreichte dagegen nach einem souveränen Dreisatzsieg über Alexander Rublev die Runde der letzten acht. Er setzte sich mit 6:4, 6:4 und 6:4 durch.

Rittner lobt Kerber für ihren Einsatz

Gegen Pavlyuchenkova hatte Kerber ihre besten Phasen, wenn sie mutig und aggressiv spielte. In den entscheidenden Momenten aber war sie freilich oft zu zaghaft. Nach 2:37 Stunde verwandelte die an Nummer 30 gesetzte Russin mit einem Ass ihren ersten Matchball. Es war ihr 71. direkter Punktgewinn, Kerber kam nur auf 35 Gewinnschläge. Die Russin trifft nun auf Garbine Muguruza aus Spanien, Siegerin in Wimbledon 2017 und bei den French Open 2016.

Damentennis-Chefin Barbara Rittner lobte Kerbers Auftritt, die im Vorfeld des Turniers mit Oberschenkelproblemen kämpfte. "Angie hat alles auf dem Platz gelassen, daurauf lässt sich wirklich aufbauen", so Rittner via Twitter.

Kerber selbst sagte bei Eurosport: "Im dritten Satz habe ich mich auch nicht mehr so gut bewegt, aber das soll keine Ausrede sein. Ich werde erhobenen Kopfes Melbourne verlassen."

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Pavlyuchenkova gelingt frühes Break

Das Match begann nicht gut für Kerber. Schon im dritten Spiel verlor sie ihren Aufschlag, danach hatte sie Mühe, sich zu fangen. Immer wieder wurde sie von Pavlyuchenkova über den Platz gesetzt, ihr selbst gelang es kaum, die Russin unter Druck zu setzen. Ihre Aufschlagspiele waren eine Zitterpartie, zum 2:5 kassierte die Kielerin erneut ein Break.

Danach allerdings war Kerber plötzlich besser im Match, war aktiver und aggressiver und zwang Pavlyuchenkova zu Fehlern. Prompt gelangen ihre zwei eigene Breaks, sie gewann vier Spiele nacheinander zum 6:5, ließ sich danach auch im Tiebreak von einem 0:3 nicht entmutigen und nutzte ihren ersten Satzball. Sofort riss Kerber beide Fäuste nach oben und stieß einen Jubelschrei aus.

Der zweite Satz war erneut ein zähes Ringen. Kerber kam stets in Schwierigkeiten, wenn sie die Bälle nicht mutig genug attackierte. Dies wurde ihr im Tiebreak zum Verhängnis - zuvor hatte sie bei Spielstand von 4:5 sowie 5:6 insgesamt drei Satzbälle abgewehrt. Gleich im ersten Spiel des dritten Satzes verlor Kerber erneut ihren Aufschlag, gleich darauf ein zweites Mal. Die Wende schaffte sie danach nicht mehr.

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