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Naomi Osaka muss sich Kritik anhören
Naomi Osaka muss sich Kritik anhören © Imago
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Naomi Osaka schließt sich dem Protest gegen Polizeigewalt in den USA - und wird dafür von einem Tennis-Funktionär scharf kritisiert.

Tennisfunktionär Dirk Hordorff hat den Protest der japanischen Starspielerin Naomi Osaka gegen Polizeigewalt in den USA heftig kritisiert. "Ich bin kein Fan von solchen Aktionen. Hier wird ein nationales Problem auf eine internationale Sportart übertragen", sagte der Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB) dem Münchner Merkur und der tz.

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Osaka hatte am Mittwoch zunächst ihre Halbfinal-Teilnahme beim WTA-Turnier in New York aus Protest zurückgezogen, anschließend aber angekündigt, die auf Freitag verschobene Partie doch zu spielen.

Hordorff stieß dies sauer auf. "Wo ist da die Grenze? Weigert sich nächste Woche eine Spielerin aus Protest gegen Nordkorea aufzuschlagen? Oder gegen Weißrussland? Die Amerikaner haben die Chance, am 5. November etwas zu ändern. Bei der Präsidentschaftswahl", sagte er.

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Hordorff: "Das löst keine Probleme"

Ohnehin glaubt Hordorff nicht, dass ein Boykott von Athleten etwas bewirken kann. "Ich bin für mündige Sportler. Jeder kann seine Meinung sagen und seine Botschaft transportieren", sagte er: "Aber einfach nicht anzutreten, löst keine Probleme."

Auslöser für Osakas Protest war der Fall Jacob Blake. Der Schwarze war am vergangenen Wochenende von einem Polizisten von hinten niedergeschossen worden.

Den 29-Jährigen sollen sieben Kugeln im Rücken getroffen haben - er kämpft im Krankenhaus um sein Leben.

Die Milwaukee Bucks hatten daraufhin ihr Spiel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA boykottiert und damit im US-Sport eine landesweite Protestwelle ins Rollen gebracht.

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