vergrößernverkleinern
Mutua Madrid Open - Day Three
Mutua Madrid Open - Day Three © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Eugenie Bouchard schlägt in Madrid ihre ungeliebte Gegnerin Maria Scharapowa. Für Bouchard ist es ein Unding, dass Scharapowa wieder auf der Tour starten darf.

Die in den letzten Wochen erfolglose Kanadierin Eugenie Bouchard hat beim WTA-Turnier in Madrid einen Prestigeerfolg gelandet.

Die 23-Jährige setzte sich in der zweiten Runde in einem brisanten Duell gegen die Russin Maria Scharapowa nach einem hochklassigen Tenniskrimi in 2:51 Stunden mit 7:5, 2:6, 6:4 durch.

Bouchard legt gegen Scharapowa nach

Bouchard hatte jüngst eine lebenslange Sperre für die ehemalige Dopingsünderin Scharapowa gefordert und damit ihren Unmut darüber geäußert, dass die wegen Meldoniummissbrauchs für 15 Monate lang gesperrte Russin seit ihrer Rückkehr auf die Tennisbühne von den Veranstaltern mit Wildcards ausgestattet wird.

Anzeige

Nach dem Spiel legte Bouchard gleich nach: "Ich habe meine Meinung über sie nicht geändert. Ich hatte eine gewisse Zusatzmotivation. Zum einen, weil ich sie noch nie geschlagen hatte. Zum anderen wegen der Begleitumstände. Einige Spielerinnen sind zu mir gekommen, um mir viel Glück zu wünschen. Ich habe auch viele SMS von Menschen aus dem Tennis-Zirkus bekommen. Es hat mir gezeigt, die meisten Leute sind meiner Meinung, trauen sich vielleicht aber nicht, etwas zu sagen."

Eugenie Bouchard: Karriere und beste Bilder von Genie
Eugenie Bouchard: Karriere und beste Bilder von Genie © Getty Images

Scharapowa hatte in der Vorwoche in Stuttgart und nun auch in der spanischen Hauptstadt eine Wildcard bekommen. Auch beim Turnier in Rom (ab 15. Mai) darf die 30-Jährige deshalb starten.

Demonstrativer Handshake

"Sie ist eine Betrügerin. Und ich finde, einer Betrügerin sollte es in keinem Sport erlaubt sein zu spielen", hatte Bouchard am Rande des Turniers Ende April in Istanbul geäußert. Die Auslosung in Madrid brachte die beiden Spielerinnen dann zufällig in der zweiten Runde aufeinander.

Für Eugenie Bouchard, die in der Weltrangliste auf Platz 60 abgerutscht ist, war es der erste Erfolg überhaupt im fünften Aufeinandertreffen mit der ehemaligen Nummer eins Maria Scharapowa. Im Achtelfinale trifft sie auf die neue Weltranglistenerste Angelique Kerber.

Beim Handshake schaute Bouchard ihrem ehemaligen Vorbild demonstrativ die ganze Zeit über in die Augen, während Scharapowa extrem unterkühlt abdrehte.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image