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TENNIS-FRA-OPEN-WOMEN © Getty Images
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Angelique Kerber lässt Maria Sharapova keine Chance und zieht ins Viertelfinale von Mallorca ein. Auch Julia Görges erreicht das Viertelfinale.

Auf der staubigen Asche waren ihre Auftritte zum Vergessen, auf Rasen blühen Deutschlands beste Tennisspielerinnen wieder auf.

Angelique Kerber und Julia Görges zogen bei den WTA-Turnieren auf Mallorca und in Birmingham im Gleichschritt ins Viertelfinale ein - und das souverän. Vor allem für Titelverteidigerin Kerber kann Wimbledon bald kommen.

Kerber im Eiltempo

Die 31 Jahre alte Kielerin gewann auf der Ferieninsel Mallorca das Prestigeduell gegen die Russin Maria Scharapowa 6:2, 6:3. Für den fünften Sieg im neunten Duell mit der fünfmaligen Grand-Slam-Siegerin benötigte Kerber anderthalb Stunden. Im Viertelfinale trifft die deutsche Nummer eins auf die an Position sechs gesetzte Französin Caroline Garcia.

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"Dieser Sieg gibt mir Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben, bevor ich nach London fahre", sagte Kerber, die sich trotz des klaren Erfolgs noch nicht in Bestform sieht: "Ich brauche noch mehr Matches, aber ich bin auf einem guten Weg. Das ist das Wichtigste."

Auf Sand war Kerber zuerst von einem Virus, dann von einer Knöchelverletzung ausgebremst worden. Die Jagd nach ihrem letzten fehlenden Grand-Slam-Titel in Paris war aussichtslos - bereits in der ersten Runde scheiterte sie bei den French Open. Doch für Kerber ist die Hoffnung spätestens seit ihrem Wimbledonsieg im vergangenen Jahr grün, die Rückkehr in den All England Club treibt sie an.

Kerber gelingt vieles

Gegen Sharapova, die nach einer Schulter-Operation um den Anschluss kämpft, gelang Kerber vieles, was auf Sand danebengegangen war. Nur einmal gab sie ihren Aufschlag ab, aber da war das Match gegen die Wimbledonsiegerin von 2004 beinahe schon entschieden.

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Der Rückhand-Slice hatte Scharapowa in die Knie gezwungen, der Vorhand-Schuss die Linie entlang entschied die Partie.

Zeitgleich spielte sich auch Julia Görges (30) im englischen Birmingham eine Runde weiter - ebenfalls gegen eine Russin. Die deutsche Nummer zwei aus Bad Oldesloe, die 2018 in Wimbledon zum ersten Mal das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht hatte, geriet gegen Jewgenija Rodina kaum in Gefahr und gewann nach 74 Minuten 6:4, 6:3.

Im Viertelfinale am Freitag bekommt es Görges mit der Kasachin Julia Putinzewa zu tun, die sich überraschend und deutlich (6:2, 6:3) gegen die Weltranglistenerste Naomi Osaka (Japan) durchsetzte. Auf Sand war Görges - wie Kerber - von Verletzungen geplagt worden. Auf Rasen scheinen die Probleme vergessen zu sein. Wimbledon kann kommen.

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