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Sara Cakarevic kassierte in Prag eine bizarre Mini-Prämie
Sara Cakarevic durfte sich über lächerliche 2,25 Euro Preisgeld freuen © Imago
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Die Preisgeld-Verteilung im Tennis sorgt oft für Ärger. Während die Weltklasse reich wird, kommen andere kaum über die Runden. Das zeigt das jüngste Beispiel.

Das Thema Geld ist immer ein schwieriges, auf der Tennis-Tour auch nicht erst seit dieser Woche.

Vor wenigen Monaten hatte sich der US-Profi John Isner via Twitter über gekürzte ATP-Preisgelder wegen der Corona-Pandemie beklagt - nun ist eine Spielerin mit einem Beispiel für einen besonders bizarren Auswuchs an die Öffentlichkeit gegangen.

Cakarevic postet Bild mit Preisgeld-Betrag

Sara Cakarevic, die aktuelle Nummer 410 der Welt, bestritt in Prag die Qualifikation für ein W25-Turnier. Gegnerin war dabei die Top-300-Spielerin Paula Ormaechea. In der umkämpften Partie behielt am Ende die Argentinierin die Oberhand (5:7, 6:3, 10:8) - und erreichte damit das Hauptfeld.

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Cakarevic - die 2018 an der Qualifikation für die French Open teilgenommen und bisher drei ITF-Turniere gewonnen hat - ging dagegen leer aus. Oder zumindest fast.

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Cakarevic postet ihr Preisgeld bei Instagram

Auf Instagram hat die französische Tennisspielerin ein Bild ihres Preisgeldes gepostet, das sie selbst kaum glauben konnte. Unglaubliche 2,25 Euro standen der 24-Jährigen nach ihrer Pleite zu - und sie erhielt offenbar nur zwei Euro.

"Ich wünschte, ich würde Witze machen", schrieb Cakarevic und weiter: "Das ist es, was du bekommst, wenn du 8:10 im dritten Satz gegen die Nummer 291 der Welt verlierst. Ich habe nicht mal die 25 Cent bekommen. Danke ITF für den kostenlosen Kaffee." Später löschte Cakarevic den Post wieder.

© instagram.com/saracakarevic

Das Preisgeld setzte sich dabei folgendermaßen zusammen: 45 Euro waren die tatsächliche Prämie, allerdings waren 6,75 Euro Steuern sowie eine Antrittsgebühr von 36 Euro fällig. Übrig blieben daher nur die 2,25 Euro. Für Reise-, Aufenthalts- und Verpflegungskosten reicht das kaum.

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Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Tennis-Sport für die Spieler und Spielerinnen jenseits der Top 100 kein einfaches Pflaster ist.

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