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Der Hamburger SV konnte in der Rückrunde noch keinen Sieg erzielen
Dem HSV steht ein personeller Umbruch bevor © Getty Images
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Dem Hamburger SV steht nach dem Abstieg ein großer personeller Umbruch bevor. Eine ganze Reihe an Leistungsträgern sind wohl nicht mehr zu halten.

Nachdem der Abstieg des Hamburger SV am Samstag endgültig besiegelt war, sprach man in Hamburg gleich wieder vom "Projekt Wiederaufstieg".

Doch für diese Mission dürfte der HSV jede Menge neues Personal benötigen. Denn während Kapitän Gotoku Sakai einen Verbleib in Aussicht stellte, überlegen es sich einige Teamkollegen offenbar anders.

Nach übereinstimmenden Medienberichten kann Torhüter Julian Pollersbeck den Klub dank einer Ausstiegsklausel im hohen einstelligen Millionenbereich verlassen.

HSV-Duo vor dem Absprung

Vor allem englische Teams sollen an dem 23-Jährigen interessiert sein, laut Transfermarkt.de handelt es sich dabei unter anderem um Crystal Palace und West Ham United.

Hannover will Hunt

Auch Spielgestalter Aaron Hunt, dessen Vertrag ausläuft, wird wohl nicht zu halten sein. Mit 3,5 Millionen Euro zählte er bislang zu den Topverdienern beim HSV und müsste deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. Hannover 96 soll an ihm interessiert sein.

Und nicht nur Julian Pollersback und Aaron Hunt denken laut über ihren Abschied vom Absteiger nach.

Auch Lewis Holtby und Luca Waldschmidt werden dem "Dino" wohl nicht in die zweite Liga folgen. Der 21-jährige Waldschmidt steht vor allem beim SC Freiburg hoch im Kurs. Er könnte den HSV für eine festgeschriebene Ablösesumme von sechs Millionen Euro verlassen.

Auch Holtbys Entscheidung, den HSV zu verlassen, steht laut Hamburger Morgenpost so gut wie fest - und das, obwohl der Mittelfeldspieler im Saison-Endspurt aufblühte und seinen Verbleib in Hamburg in den Raum gestellt hatte, sollte der Verein mit Trainer Christian Titz verlängern.

Moritz als Holtby-Ersatz?

Diesem Wunsch entsprachen die HSV-Verantwortlichen schon vor dem endgültigen Abstieg. Trotzdem scheint sich der 27-Jährige aber nicht mit der zweiten Liga anfreunden zu können. Allein Titz könnte den Ex-Nationalspieler wohl noch von einem Verbleib überzeugen. Und der 47-Jährige hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Gerade das Mittelfeld-Duo Hunt und Holtby will Titz unbedingt von einem Verbleib überzeugen: "Lewis und Aaron haben in den zurückliegenden Wochen richtig gute Leistungen gezeigt und nachgewiesen, dass sie hohe Qualität haben", sagt Titz und bekräftigt: "Wir würden sie gern behalten."

Die Grundvoraussetzung dafür, dass das bundesligaerfahrene Trio weiter für den HSV aufläuft, ist klar: Die Profis müssten deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nehmen.

Den HSV definitiv verlassen werden Dennis Diekmeier, Sejad Salihovic, Sven Schipplock, Bjarne Thoelke und Andreas Hirzel. Das Quintett wurde am Dienstag offiziell aus Hamburg verabschiedet.

Auch die Zukunft von Nicolai Müller und Walace an der Elbe ist laut Bild ungewiss. Mit Müller gebe es allerdings noch Gespräche.

Neben den möglichen Abgängen konnte der Absteiger in den vergangenen Tagen aber auch schon einige Neuzugänge vermelden: Aus Glasgow kommt Verteidiger David Bates. Bayerns Sturmtalent Manuel Wintzheimer soll für neue Durchschlagskraft in der Offensive sorgen.

Christoph Moritz, ebenso wie Titz und Holtby Klient von Spielerberater Marcus Noack, soll für Kreativität im Mittelfeld sorgen.

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