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München - Der Kaugummi-Transfer von Neymar droht endgültig zu platzen. PSG schiebt Barca die Verantwortung zu, deren Coach sehnt das Ende des Transferfensters herbei.

Es wäre der spektakulärste Transfer des Sommers - in jedem Fall ist es aber schon jetzt der zäheste: Die mögliche Rückkehr von PSG-Star Neymar zum FC Barcelona zieht sich seit Wochen wie Kaugummi.

Spätestens mit dem Ende der Transferperiode am Montagabend wird endgültig Klarheit herrschen, die Tendenz aber geht schon jetzt in eine eindeutige Richtung: Die ersehnte Barca-Rückkehr droht zu platzen!

PSG-Sportdirektor: Es hängt von Barcelona ab

"Wir haben von Anfang an gesagt, dass er gehen kann, wenn ein Angebot eingeht, das uns zufriedenstellt", stellte PSG-Sportdirektor Leonardo nach dem 2:0-Sieg beim FC Metz am Freitagabend klar: "Bis jetzt gibt es keine Einigung."

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Auf die Frage, ob sich das bis Montag noch ändern werde, meinte er: "Das weiß ich nicht. Das hängt von Barcelona ab."

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Laut der Barca-nahen Sporttageszeitung Mundo Deportivo ist der Transfer jedoch nahezu vom Tisch: Demnach sollen die Verantwortlichen der Katalanen bereits Trainer Ernesto Valverde sowie den Mannschaftsrat darüber informiert haben, dass der Deal aufgrund überzogener Forderungen der Pariser geplatzt sei.

Kein PSG-Kontakt zu Real Madrid

Das würde dann wohl auch bedeuten, dass Neymar in Paris bleiben würde - denn trotz immer wieder kursierender Gerüchte um ein Interesse von Real Madrid ist Barca laut Leonardo derzeit der einzige Interessent.

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Eine vorzeitige Deadline für einen Abschied des 27-jährigen Brasilianers gibt es von Vereinsseite allerdings nicht. "Wir haben darüber nachgedacht, eine zu setzen. Aber jetzt sind wir drei Tage vor dem Ende des Transferfensters, es wird also eine ganz natürliche Deadline geben", betonte der PSG-Sportdirektor.

Das erste schriftliche Angebot sei am 27. August eingegangen, Barca habe die Voraussetzungen für einen Transfer von Anfang an gekannt - und PSG sei schon damals bereit gewesen, andere Spieler in den Deal zu integrieren.

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Paket mit Rakitic und Dembélé?

"Die Wahrheit ist, dass es keinen Verein gibt, der das Geld hätte, um ihn zu kaufen", sagte Leonardo unmissverständlich: "Ein möglicher Abgang war also immer an die Bedingung geknüpft, dass in dem Angebot ein potenzieller Ersatz enthalten wäre - und vielleicht weitere Spieler, um insgesamt die Summe zu erreichen, die wir uns vorstellen."

Gerüchten zufolge soll Barca zuletzt ein Paket geschnürt haben, in dem unter anderem auch Ivan Rakitic und Ousmane Dembélé enthalten gewesen seien. Auch das war den Franzosen aber offenbar nicht gut genug - trotz des angespannten Verhältnisses zwischen Verein und Neymar.

"Wir haben aktuell ein etwas kompliziertes Verhältnis", gestand Leonardo offen. Es seien "Dinge vorgefallen, die wir versuchen zu klären, miteinander zu sprechen".

Valverde genervt vom Neymar-Theater

Ob auch die Verantwortlichen aus Barcelona und Paris in der Causa Neymar noch einmal miteinander sprechen, scheint derzeit fraglich - aber auch nicht unmöglich. Die Trainer Thomas Tuchel und Valverde wissen also wohl erst am Montagabend, ob sie mit einem Superstar mehr oder weniger in die neue Saison gehen werden.

"Ich freue mich wirklich auf diesen Tag", erklärte der Barca-Coach zuletzt, "damit wir alle endlich Ruhe haben und wissen, wie wir für die Saison aufgestellt sind. Das Ganze dauert schon viel zu lang."

Eine Meinung, die nach dem wochenlang Hin und Her wohl auch viele Fußball-Fans teilen.

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