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München - Nach SPORT1-Informationen hat sich der FC Bayern bereits Gedanken über Emre Can gemacht. Ein Konkurrent scheint allerdings größeres Interesse zu haben.

Ohne Fehl und Tadel spielte Emre Can gegen Nordirland zunächst in der Innenverteidigung. Mitte der zweiten Halbzeit wechselte der 25-Jährige in das defensive Mittelfeld, von wo aus er ebenso mit Wucht und Technik zu überzeugen wusste.

Defensiv-Allrounder Can – bei Bundestrainer Joachim Löw wieder gefragt, bei Maurizio Sarri hingegen weniger.

Bitter: In der laufenden Saison kam er bei Juventus Turin in der Serie A bisher nur auf 150 Spielminuten Einsatzzeit, zuletzt blieb er dreimal in Folge auf der Bank. Einmal erst stand er in der Startelf. Für die Champions League wurde er überraschend nicht mal gemeldet.

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Auch ein Grund, warum sich der Spieler mit einem Winterwechsel beschäftigt, denn Can braucht Spielpraxis. Ändert sich seine Situation bei Juventus nicht, könnte es sogar zu einer Rückkehr in die Bundesliga kommen.

Wie die Bild berichtet, befasst sich Borussia Dortmund mit Can, "intensiv" sogar. Auch der FC Bayern schätzt den defensiven Allrounder. Im vergangenen Sommer wollte Paris Saint-Germain Can unbedingt verpflichten. Nach SPORT1-Informationen gab es sogar konkrete Verhandlungen. An Can-Interessenten mangelt es jedenfalls nicht.

2010 wechselte der gebürtige Frankfurter in die U17 der Münchner. Für die Profis absolvierte er sieben Pflichtspiele, ehe er 2013 zu Bayer 04 Leverkusen wechselte und sich ab 2014 beim FC Liverpool durchbiss. 2018 zog es ihn nach Turin.

BVB und Can - ergäbe das Sinn?

Ja, für beide Seiten. Defensiv kann Can alles spielen. Er kann in der Abwehrkette auflaufen, wäre aber auch eine ernstzunehmende Option als robuster Sechser. Bereiche, in denen der selbst ernannte Titelaspirant zuletzt alles andere als sattelfest wirkte.

Zudem fehlt mit Thomas Delaney ein zentraler Mittelfeld wochenlang. Der Däne steht dem BVB erst im Januar wieder zur Verfügung.

Der deutsche Nationalspieler Can könnte dem BVB auch in der "Mentalitätsfrage" gut zu Gesicht stehen und wäre auch in der Champions League einsatzbereit, da Juve auf ihn in der Königsklasse verzichtete.

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Der Preis für den Juve-Reservisten (Vertrag bis 2022) wäre wohl überschaubar, die Bild glaubt an etwa 20 Millionen Euro als Ablösesumme. Sein Gehalt ist allerdings sehr hoch. Bei den Italienern soll Can über zehn Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Auch Bayern machte sich Gedanken

Nach SPORT1-Informationen hat man sich beim FC Bayern ebenfalls über Can Gedanken gemacht. Obwohl man seine fußballerischen Qualitäten vereinsintern schätzt, wird es im Winter aber wohl nicht zu einer Rückholaktion kommen – trotz der Personalsituation.

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Der Rekordmeister hat durch den Ausfall von Niklas Süle (Kreuzbandriss) und Lucas Hernández (Innenbandschaden) einen personellen Aderlass in der Innenverteidigung. Süle könnte für den Rest der Saison ausfallen und wann und wie fit der 85-Millionen-Mann Hernández zurückkehrt, ist noch offen. Der Plan sieht vor, dass er Wintertrainingslager in Doha/Katar wieder einsteigt.

Can selbst ist nach SPORT1-Informationen für einen Winter-Wechsel offen, sofern er Reservist bleibt. Eine Rückkehr in die Bundesliga wäre für ihn vorstellbar.

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