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Tanguy Kouassi wird PSG verlassen und sich dem FC Bayern anschließen. Eine Entscheidung, die bei einem Ex-PSG-Profi für eine Menge Unverständnis sorgt.

Noch ist der Wechsel von Tanguy Kouassi PSG zum FC Bayern gar nicht offiziell vermeldet, und doch schlägt er vor allem in Frankreich bereits hohe Wellen.  

Nun hat sich der ehemalige PSG-Profi (2004-2010) und heutige TV-Experte Jérome Rothen zu Wort gemeldet und den Bald-Münchner scharf kritisiert.

"Ich finde das einfach nur skandalös. Ich bin gegen diese Einstellung", schimpfte Rothen in einem Interview mit RMC Sport.

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"Diese jungen Spieler schulden es PSG, zu bleiben", führte der 42-Jährige weiter aus. "Wenn man die Chance hat, in einem solchen Verein seine Profikarriere zu starten, schuldet man ihm dann nicht etwas, wenn er einem einen Profivertrag anbietet und so die Entwicklung fördert?"

Kouassi zieht Bayern PSG vor

Der 18 Jahre alte Kouassi gilt als eines der größten Innenverteidiger-Talente Europas. Eine Einschätzung, die auch Thomas Tuchel und die Pariser Verantwortlichen teilen.

Dennoch entschied sich der Youngster nach übereinstimmenden Medienberichten zu einem ablösefreien Wechsel nach München. Angeblich hat Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic schon seit einem Jahr ein Auge auf den 1,87 Meter großen Verteidiger geworfen. 

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"Ich verstehe nicht, wie ein Spieler so reagieren kann, nachdem ihm das ganze Jahr lang Vertrauen entgegengebracht wurde. Was ist seine Ausrede?", moserte Rothen. "Er wird bei Bayern viel weniger spielen. Diese Mentalität ist furchtbar. Das ist es, was mich den Fußball bei diesen jungen Leuten hassen lässt."

Zu wenig Identifikation bei PSG?

Er selbst sei ja nicht in Paris ausgebildet worden, dennoch sei es ein Traum und eine Ehre gewesen, das Trikot des Klubs zu tragen. "Er (Kouassi, d. Red.) hingegen trägt das Trikot so, wie er es auch bei Marseille, St.-Etienne oder Lyon tun würde."

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Der ehemalige französische Nationalspieler sieht neben den jungen Spielern aber auch den Klub in der Pflicht. "Ich möchte, dass sich im Verein etwas tut. Es gilt, etwas zu tun, damit sich die jungen Leute mit PSG identifizieren."

Bereits im vergangenen Sommer verließen PSG gleich mehrere junge Talente. Unter anderem Moussa Diaby (19, Bayer Leverkusen) und Christopher Nkunku (21, RB Leipzig) in Richtung Bundesliga.

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