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Emmanuel Dennis verstärkt den 1. FC Köln bis zum Saisonende
Emmanuel Dennis verstärkt den 1. FC Köln bis zum Saisonende © Imago
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Der 1. FC Köln schließt seine wichtigste Planstelle. Aus Belgien kommt der torgefährliche Nigerianer Emmanuel Dennis, der zuletzt jedoch für negative Schlagzeilen sorgte.

Der 1. FC Köln hat im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen gesetzt und könnte seine größte Problemstelle behoben haben: Emmanuel Dennis vom FC Brügge kommt nämlich per Leihe in die Domstadt.

Der 23-jährige Nigerianer ist bereits auf dem Weg nach Köln und wird demnächst den Medizincheck absolvieren. Nach SPORT1-Informationen kostet den finanziell angeschlagenen Tabellen-16. die halbjährige Leihe im Gesamtpaket rund 1 Million Euro kosten.

Damit schließen die Kölner ihre wichtigste Planstelle. Im Sturm klemmt es bei den Geißböcken bislang gewaltig. Nur fünf der 15 Bundesliga-Treffer wurden durch echte Stürmer erzielt – kein Team ist schlechter!

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Podolski-Kritik an FC-Taktik

Nach den Abgängen von Jhon Cordoba (Hertha), Simon Terodde (HSV) und Mark Uth (Schalke) hat Köln im Sturm enorme Probleme. Zuletzt ließ Trainer Markus Gisdol mit Flügelspieler Marius Wolf als "falsche 9" anstelle eines echten Stürmers spielen.

Klub-Legende und Ex-Stürmer Lukas Podolski kritisierte das: "Nach vorne fehlt das Feuer. Seit gefühlt 20 Begegnungen spielt man ohne Stürmer."

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Anthony Modeste, der zu den Bestverdienern beim FC gehört, steht zurzeit völlig neben sich. Ihn müsse man "auch mal streicheln", wie Podolski findet. "Tony hat vor einigen Jahren mehr als 20 Tore erzielt. Diese Qualität muss man nutzen."

Dimitrios Limnios, der im Sommer für rund 3 Mio. Euro von PAOK Saloniki geholt wurde und bisher nur auf acht Kurzeinsätze kommt, ist ein Flop, der erst 20-jährige Leih-Stürmer Tolu Arokodare (kam aus Lettland) hat noch Eingewöhnungsprobleme und Sebastian Andersson (kam von Union Berlin) fällt noch länger wegen Knieproblemen aus.

Gisdol: "So weit sind wir noch nicht"

Markus Gisdol sagte kürzlich auf SPORT1-Nachfrage zur Stürmersuche: "Das Personal ist immer ein Wunschkonzert für einen Trainer, ich versuche immer die bestmögliche Konstellation zu finden. Jeder kann bei uns Tore schießen, das hat man heute gesehen. Aber natürlich wünscht sich jeder Torjäger, die 10, 15, 20 Tore machen. Daran müssen wir aber noch arbeiten. So weit sind wir noch nicht."

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Nun ist der FC so weit und Gisdol bekommt in Emmanuel Dennis einen Stürmer.

Dass Dennis ein echter Knipser sein kann, hat er in seiner Karriere schon unter Beweis gestellt. In 116 Pflichtspielen für Brügge erzielte er 29 Treffer und gab 13 Vorlagen. Zuletzt hinkte er seinen eigenen Ansprüchen aber hinterher. Bei 23 möglichen Einsätzen stand der Angreifer in der laufenden Saison nur sechs Mal in der Startelf und acht Mal gar nicht im Kader.

In den Schlagzeilen tauchte Dennis vor dem Champions-League-Spiel gegen den BVB im November auf, als er kurzerhand aus dem Kader flog, weil er aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen nicht auf seinem eigentlichen Platz im Mannschaftsbus sitzen durfte. Laut der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws habe Dennis wütend den Bus vor der Abreise verlassen.

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