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Faris Al-Sultan (im Bild) fand deutliche Worte für die Aktion von Alistair Brownlee gegen Jan Frodeno
Faris Al-Sultan darf trotz seines Sieges 2005 nicht zum Hawaii-Iroman reisen © Getty Images
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Faris Al-Sultan, Trainer von Triathlet Patrick Lange, bekommt kein Visum für die Reise nach Hawaii zum Ironman. Der Deutsche gewann 2005 an selbiger Stätte.

Ironman-Weltmeister Patrick Lange muss beim Angriff auf den Titel-Hattrick am Samstag ohne seinen Trainer Faris Al-Sultan auskommen.

Der 41-Jährige erhielt für die Reise nach Kona/Hawaii kein Visum. Einen Bericht des Fachmagazins Triathlon bestätigte Al-Sutan am Dienstag SPORT1

Er habe das Visum "nicht rechtzeitig" erhalten, sagte Al-Sultan: "Das ist natürlich sehr ärgerlich. Daher bleibe ich jetzt zuhause." Al-Sultan erklärte das Prozedere für das US-Visum: "Das ESTA (Elektronisches System zur Reisegenehmigung, Anm. d. Red.) muss man 72 Stunden vor Check-In am Flughafen beantragen. Ich war spät dran, es waren exakt 72 Stunden. Wenn ich nach exakt diesem Zeitraum mein ESTA erhalten hätte, wäre ich auf meinem ursprünglichen Flug geblieben. Das ist nicht passiert."

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Al-Sultan weiter: "Am Flughafen hat man mich dann aus Kulanz umgebucht auf einen heutigen Flug, aber bis zum Zeitpunkt, wo ich hätte los müssen, war noch keine Entscheidung gefallen. Dann habe ich den Trip abgesagt, weil die Kulanz funktioniert nur einmal."

"Schade für den Patrick"

Die sei vor allem schade für seinen Schützling Lange, meinte Al-Sultan über den Vorfall. "Die letzten zwei Jahre war ich dabei und es lief gut, das ist natürlich schon unangenehm für den Athleten." Dennoch seien "viele Leute da, die sich um ihn kümmern", meinte Al-Sultan über die Betreuung für seinen Schützling vor Ort.

Sein Schützling äußerte bei einer Pressekonferenz in Kona am Dienstag sein Bedauern: "Das ist sehr schade, aber man kann es nicht ändern."

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Das US-Visum von Al-Sultan, dessen Vater aus dem Irak stammt, war nach zehn Jahren abgelaufen. Dies sei ihm "erst kurz vor der Abreise aufgefallen", aber noch vor Ablauf der 72-Stunden-Frist, schilderte er. 

Nun will er aber nicht mehr nachreisen, denn "es sind 48 Stunden Reise, irgendwann lohnt sich der ganze Aufwand nicht mehr." So wird der Ironman-Sieger von 2005 das Rennen in diesem Jahr am TV verfolgen. Einen Vorteil sieht aber auch Al-Sultan in dieser ungewohnten Perspektive: "Dann bin ich nur einen Tag müde und habe nicht zehn Tage Jetlag."  

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