Normal Folge 17 - 2026
„Wir müssen uns satt sehen“, sagt Katrin Bittl. Die Auseinandersetzung mit ihrem Körper ist ein zentrales Element ihrer Kunst. Ihr Körper, der anders ist als die Norm der Gesellschaft. Und mit genau diesen Normen und starren Idealbildern arbeitet Katrin Bittl in ihren Werken. Sie arbeitet nicht nur mit ihnen, sie bearbeitet sie und übermalt Portraits verschiedenster Epochen mit Prothesen, Hasenscharten und Rollstühlen. Durch ihre Kunst macht sie aus Idealbildern vermeintlich Abnormales und verleiht so dem Besonderen Normalität. Sind ihre Werke also purer Aktivismus? Oder ist es nur die Auseinandersetzung mit Behinderungen, die ihre Kunst dorthin rückt? Die 27jährige Dachauerin studiert an der Akademie der Bildenden Künste in München. Und mehr möchte sie gar nicht sein. Mehr als Künstlerin. Doch mehr und mehr wird sie durch Auftritte, Blogbeiträge und Verbandstätigkeiten zu einem Sprachrohr für Inklusion. Wo sieht sie sich und wo steht sie wirklich? Katrin Bittl – zwischen Künstlerin und Aktivistin.
23.04.26