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München - Max Kepler erlebt bei den Minnesota Twins aktuell seine beste Saison in der MLB. Mit SPORT1 spricht er über die aktuelle Saison und das Ziel World Series.

In seinem fünften Jahr in der MLB hat Max Kepler endgültig den Durchbruch geschafft.

Für seinen Traum von der Baseball-Karriere verließ der Berliner schon im Alter von 15 Jahren sein Elternhaus und wagte alleine den Schritt in die USA, wo er 2009 einen Vertrag bei den Minnesota Twins unterschrieb und fortan für die GCL Twins, das Rookie Level Team der Twins in der Gulf Coast League spielte.

Nach seinem ersten MLB-Einsatz im Jahr 2015 befindet sich der Deutsche mit seinem Team aktuell auf dem besten Wege in die Playoffs und hat daran selbst großen Anteil.

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Erst kürzlich stellte er sogar einen MLB-Rekord ein: Im Duell mit Trevor Bauer gelang Kepler sein fünfter Homerun in Folge gegen den Pitcher der Cleveland Indians - das hatten zuvor erst zwei andere MLB-Profis geschafft. Mit aktuell 31 Homeruns liegt er in der American League auf Rang zwei - nur Megastar Mike Trout (37) ist besser.

Im Interview mit SPORT1 spricht der 26-Jährige über die aktuelle Saison, seine eigene Entwicklung, den Teamgeist der Twins und deren Titelambitionen.

SPORT1: Her Kepler, Sie befinden sich mitten in der bisher besten Saison Ihrer Karriere. Was hat sich für Sie verändert, dass der Knoten endgültig geplatzt ist? 

Max Kepler: Es hat sich nichts verändert. Vielleicht bin ich etwas aggressiver an der Platte geworden. Womöglich einfach dadurch, dass man mit vielen unterschiedlichen Typen von Schlagmännern zusammen ist, mit denen der Kader verstärkt wurde. Ansonsten fühle ich mich gut, bin froh über meine Gesundheit und hoffe, so weitermachen zu können.

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SPORT1: Sie haben vor der Saison einen Fünf-Jahres-Vertrag über 35 Millionen Dollar erhalten. Ist Ihnen mit der Unterschrift womöglich eine Last von den Schultern gefallen?

Kepler: Ich bin dankbar für die zweite Chance, die mir die Twins gegeben haben. Ich denke, zu wissen, dass man vier bis fünf Jahre in der Liga spielen wird, ist ein gutes Gefühl. Es ist einfach großartig, länger Baseball spielen zu können.

Spiele zu gewinnen wichtiger als Statistiken

SPORT1: Sie führen eines der besten Offensiv-Teams der Liga an, haben die meisten Homeruns in der "Bomba Squad", wie sich die Minnesota Twins in diesem Jahr tauften. Wie fühlt sich das an?

Kepler: Jetzt, da Sie es erwähnen, ist es natürlich nett. Aber für mich ist Spiele zu gewinnen wichtiger als individuelle Statistiken.

SPORT1: Haben Sie realisiert, dass Sie den 200. Homerun der Twins in diesem Jahr geschlagen haben - kein Team in der Geschichte der MLB schaffte das so früh?

Kepler: Als es passiert ist, hatte ich es nicht wirklich auf dem Schirm. Aber als die Leute es nach dem Spiel erwähnt haben, war das schon sehr speziell. Und ich fühle mich geehrt, dass ich derjenige war, dem es gelungen ist.

Teamgeist der Twins ausschlaggebend für den Erfolg

SPORT1: Die Saison läuft wirklich herausragend. Mit vielen Ihrer Kollegen haben Sie schon während Ihrer Zeit in den Minor Leagues zusammengespielt. Ist es das, was es so speziell macht?

Kepler: Durchaus. Ich denke, das spielt eine große Rolle dabei, wie du dich in einer Mannschaft fühlst: Wenn du gute Menschen um dich herum hast.

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SPORT1: Zu wem im Team haben Sie das engste Verhältnis?

Kepler: Das sind wahrscheinlich schon die Mitspieler, mit denen ich eben die Minor Leagues durchlaufen habe: Polanco, Sano, Buxton, Berrios, Duffy. Es gibt ein gutes Stück an Leuten.

Kepler glaubt an Gewinn der World Series

SPORT1: Zur Saisonhälfte haben die Twins einige Leute überrascht. Das große Ziel lautet Playoffs. Wie geht ihr an die bevorstehende, entscheidende Phase heran?

Kepler: Eigentlich genauso, wie wir auch die ersten zwei Monate angegangen sind. Nichts ändert sich.

SPORT1: Glauben Sie, die Twins können die World Series gewinnen?

Kepler: Ja. Natürlich.

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