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Joe Montana im Super Bowl 1990 für die San Francisco 49ers
Joe Montana im Super Bowl 1990 für die San Francisco 49ers © Imago
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München - Zum Auftakt in ein packendes Sportjahr 2016 zeigt SPORT1 legendäre Sportler mit der Nummer 16. Teil 4 der Serie: Der viermalige Super-Bowl-Champion Joe Montana.

Sechs Punkte Rückstand, viertes Viertel, eine letzte Chance: Dieses Szenario hat Joe Montana gefühlt durch seine gesamte Karriere begleitet.

Die Legende der Nummer 16 der San Francisco 49ers wird 1981 im NFC-Finale gegen die Dallas Cowboys geboren.

Beim Stand von 21:27 führt Montana seine 49ers über das Feld und wirft 58 Sekunden vor Schluss den siegbringenden Touchdown auf Dwight Clark.

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"The Catch" wird zum ersten von vielen Highlights in der Karriere eines der besten Quarterbacks aller Zeiten.

Mit "The Drive" zu Super Bowl XXIII

1989 gewann er mit "The Drive" Super Bowl XXIII gegen die Cincinnati Bengals.

Dabei machte der König des Comebacks seinem Beinamen "Joe Cool" alle Ehre. Nie ließ sich Montana aus der Ruhe bringen.

Vor Beginn der Angriffsserie lockerte er die angespannten Teamkollegen mit einem Spruch über einen damaligen Hollywood-Star auf: "Ist das nicht John Candy?", fragte Montana im Huddle.

Der Rest ist Geschichte. Montana gewann all seine vier Super Bowls und wurde als erster Spieler überhaupt dreimal zum MVP des Endspiels gewählt.

Steinige College-Karriere bei Notre Dame

Dabei hatte er nie den stärksten Arm oder war der beste Athlet.

"The Comeback Kid" war schlicht ein Gewinner. Das zeigte er auch schon ganz früh am College.

Bei den Notre Dame Fighting Irish war er zwischenzeitlich der siebte Quarterback, arbeitete sich aber durch seine sensationellen Comebacks gegen North Carolina (21:14 nach 6:14) oder Air Force (31:30 nach 10:30) nach vorn.

Im Cotton Bowl am Neujahrstag 1979 wurde er zur Pause unter einer schweren Grippe leidend mit Hühnersuppe gefüttert, kehrte beim Stand von 12:34 gegen Houston zurück und gewann das Spiel noch 35:34.

Montana: "Bin nie in Panik verfallen"

Trotzdem traute ihm kaum jemand eine große NFL-Karriere zu.

Die 49ers wählten ihn an der 82. Stelle aus, aber Trainerlegende Bill Walsh gab ihm 1980 die Chance.

Gegen die New Orleans Saints drehte er einen 7:35-Rückstand in einen 38:35-Erfolg nach Verlängerung - es war das erste von insgesamt 31 Comebacks im letzten Viertel seiner Karriere.

"Ich bin einfach ein Wettkampftyp. Ich bin nie in Panik verfallen. Je schwieriger die Situation war, desto mehr habe ich mich auf das Ziel konzentriert", sagte Montana einmal selbst über seine fast schon sprichwörtliche Nervenstärke.

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Sogar eine Stadt wird nach Montana benannt

Auch persönlich kam er nach teils schweren Verletzungen immer wieder zurück und gewann die unmöglichsten Spiele.

Noch heute wird der sympathische Hall of Famer von Football-Fans weltweit verehrt. Im US-Bundesstaat Montana wurde sogar die Stadt Ismay inoffiziell in Joe umbenannt.

Trotz seines kurzen Abstechers nach Kansas City wird Montana für immer die größte Legende der 49ers bleiben.

Vorherige Teile der Serie:

Teil 1: Philipp Lahm - Der Kapitän mit Kalkül

Teil 2: Fritz Walter - Ein WM-Held, größer als ein ganzer Berg

Teil 3: Pau Gasol - Meistertitel statt Doktortitel

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