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Die Arizona Cardinals schnappen sich beim NFL-Draft erwartungsgemäß ihren Nummer-1-Pick. Auch bei den Giants und in Washington gibt es neue Quarterbacks.

Die erste Runde im NFL-Draft 2019 ist vorüber und drei Teams haben einen neuen Quarterback. Am wenigsten überraschte dabei die Auswahl der Arizona Cardinals.

Das schlechteste Team des letzten Jahres schnappte sich wie erwartet den bereits zuvor an Nummer eins gehandelten Oklahoma-Quarterback Kyler Murray. 

"Seit meiner Kindheit habe ich davon geträumt, an Nummer 1 gedraftet zu werden. All die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Ich kann meinen Unterstützern, die mich bis hierher gebracht haben, nicht genug danken", sagte der 21-Jährige, der auch als Baseballer hätte Karriere machen können, nach dem Draft.

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Dass die Cardinals Murray draften würden, wurde bereits seit Monaten vermutet. Spätestens seitdem Kliff Kingsbury als Head Coach die Geschicke des Teams führt, gingen nahezu alle Experten von einer Wiedervereinigung des Duos aus. Kingsbury kennt den Spielmacher bereits seit dessen Zeit an der Allen High School.

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Dort versuchte der Coach Murray für seine Universität Texas Tech zu verpflichten, jedoch ohne Erfolg. Seitdem verbindet beide eine hervorragende Beziehung. "Ich glaube, wir können als Team sehr gefährlich sein. Er ist einer der besten Trainer der Welt was Play Calling und offensive Spielzüge angeht", lobte der Nummer-1-Pick seinen zukünftigen Trainer bereits in den höchsten Tönen.

Mit dem Pick der Cardinals kommen zum ersten Mal seit den Jahren 1968 und 1969 die Top-Picks in zwei aufeinanderfolgenden Jahren vom selben College. 2018 wählten die Cleveland Browns Quarterback Baker Mayfield, der - genau wie Murray - an der Universität von Oklahoma gespielt hat.

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Giants holen Duke-Quarterback

Murray war jedoch nicht der einzige Quarterback, der in der ersten Runde gedraftet wurde. Auch die New York Giants haben sich einen Spielmacher geschnappt. An Position sechs entschieden sich die Verantwortlichen der Franchise für Duke-Quarterback Daniel Jones.

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Der langjährige Starting Quarterback Eli Manning bestreitet in der kommenden Saison das letzte Jahr seines Vertrages. Dementsprechend versuchen sich die Giants für die Zeit danach zu rüsten. Jones zeigte sich nach der Wahl von der Möglichkeit begeistert, von Super-Bowl-Champion Manning lernen zu dürfen. "Das ist eine großartige Situation", freute sich der 21-Jährige.

Haskins nach Washington

Auch bei den Washington Redskins entschied man sich für einen Spielmacher. An Position 15 pickte das Team Dwayne Haskins von Ohio State. Haskins, der ursprünglich aus Washington kommt, freute sich zwar über das Vertrauen der Franchise aus seiner Heimatstadt, konnte aber nicht verstehen, warum er erst so spät gedraftet wurde.

"Die Liga hat Mist gebaut. Jetzt bin ich noch motivierter als jemals zuvor", sendete er eine Nachricht an die Teams, die ihn nicht gedraftet haben.

Der etatmäßige Skins-Quarterback Alex Smith könnte aufgrund einer Verletzung die kommende Saison verpassen, inwieweit Haskins neben Colt McCoy und Case Keenum zum Einsatz kommt, wird sich zeigen.

49ers holen sich defensive Verstärkung

Nach der Wahl von Kyler Murray als Nummer 1 wählten die San Francisco 49ers Defensive End Nick Bose von Ohio State. Da das Team trotz Dee Ford dringend gute Pass Rusher braucht, überraschte diese Wahl nur wenige. 

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Die New York Jets sicherten sich an Position drei die Dienste von Defensive Tackle Quinnen Williams. Laut ESPN versuchte das Team zwar bis zum Schluss einen Trade-Partner zu finden, scheiterte jedoch.

Super-Bowl-Champion New England Patriots schnappte sich mit dem letzten Pick der ersten Runde Wide Receiver N'Keal Harry von Arizona State. Die meisten Picks in der ersten Runde gingen an die Oakland Raiders und die New York Giants mit jeweils drei.

Die erste Runde des NFL-Draft im Überblick:

1. Kyler Murray (QB, Oklahoma) - Arizona Cardinals
2. Nick Bose (DE, Ohio State) - San Francisco 49ers
3. Quinnen Williams (DT, Alabama) - New York Jets
4. Clelin Ferrell (DE, Clemson) - Oakland Raiders
5. Devin White (ILB, LSU) - Tampa Bay Buccaneers
6. Daniel Jones (QB, Duke) - New York Giants
7. Josh Allen (OLB, Kentucky) - Jacksonville Jaguars
8. T.J. Hockenson (TE, Iowa) - Detroit Lions
9. Ed Oliver (DT, Houston) - Buffalo Bills
10. Devin Bush (ILB, Michigan) - Pittsburgh Steelers (Trade mit Denver Broncos)
11. Jonah Williams (OT, Alabama) - Cincinnati Bengals
12. Rashan Gary (DE, Michigan) - Green Bay Packers
13. Christian Wilkins (DT, Clemson) - Miami Dolphins
14. Chris Lindstrom (OG, Boston College) - Atlanta Falcons
15. Dwayne Haskins (QB, Ohio State) - Washington Redskins
16. Brian Burns (OLB, Florida State) - Carolina Panthers
17. Dexter Lawrence (DT, Clemson) - New York Giants (Trade mit Cleveland Browns)
18. Garrett Bradbury (C, NC State) - Minnesota Vikings
19. Jeffery Simmons (DT, Mississippi State) - Tennessee Titans
20. Noah Fant (TE, Iowa) - Denver Broncos (Trade mit Pittsburgh Steelers)
21. Darnell Savage Jr. (S, Maryland) - Green Bay Packers (Trade mit Seattle Seahawks)
22. Andre Dillard (OT, Washington State) - Philadelphia Eagles (Trade mit Baltimore Ravens)
23. Tytus Howard (OT, Alabama State) - Houston Texans
24. Josh Jacobs (RB Alabama) - Oakland Raiders (Trade mit Chicago Bears)
25. Marquise Brown - (WR, Oklahoma) - Baltimore Ravens (Trade mit Philadelphia Eagles)
26. Montez Sweat (DE, Mississippi State) - Washington Redskins (Trade mit Indianapolis Colts)
27. Johnathan Abram (S, Mississippi State) - Oakland Raiders (Trade mit Dallas Cowboys)
28. Jerry Tillery (DT, Notre Dame) - Los Angeles Chargers
29. L.J. Colliers (DE, TCU) - Seattle Seahawks (Trade mit Kansas City Chiefs)
30. Deandre Baker (CB, Georgia) - New York Giants (Trade mit Seahawks, Green Bay und Saints)
31. Kaleb McGary (OT, Washington) - Atlanta Falcons (Trade mit Los Angeles Rams)
32. N'Keal Harry (WR, Arizona State) - New England Patriots

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