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New York City - New England lässt im Monday Night Football auch den Jets keine Chance und erreicht eine unglaubliche Marke von 1934. Die Verteidigung hat irre Zahlen.

Die New England Patriots haben im Monday Night Football das nächste heftige Ausrufezeichen gesetzt.

Die New York Jets nahmen sie zum Abschluss des 7. Spieltages mit 33:0 auseinander und stehen zum dritten Mal in ihrer Teamgeschichte nach sieben Partien noch mit perfekter Bilanz da - letztmals 2015. Neben dem Team des verletzten deutschen Fullbacks Jakob Johnson sind nur noch die San Francisco 49ers ungeschlagen. (SERVICE: Die Tabellen der NFL)

Quarterback-Superstar Tom Brady setzte die Jets mit einem fast neun Minuten langen Drive gleich zu Beginn, den Sony Michel mit einem Touchdown abschloss, unter Druck.

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Patriots terrorisieren Darnold

Davon erholten sich die Gastgeber nicht. Deren Angriff um Spielmacher Sam Darnold brachte gegen die erneut überragende Verteidigung der Patriots kein Bein auf den Boden. Noch während des Spiels sagte der völlig verwirrte Darnold an der Seitenlinie: "Ich sehe Gespenster."

In der vergangenen Woche noch Offensivspieler der Woche in der AFC, nach dem überraschenden Sieg über die Dallas Cowboys, leistete sich Darnold gleich vier Interceptions, einen Fumble und schaffte gerade einmal 86 Yards Raumgewinn. Der spektakuläre Höhepunkt war die Interception von Terrence Brooks in der Endzone im direkten Duell mit Demaryius Thomas. Brooks schraubte sich in die Höhe und bewies dabei eine unglaubliche Körperbeherrschung.

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Schwacher Spielplan hilft Pats

New Englands Verteidigung hatte in der ersten sechs Partien im Schnitt gerade einmal acht Punkte zugelassen und senkte diesen sogar noch, allerdings profitiert der Titelverteidiger auch von einem unglaublich schwachen Spielplan.

Abgesehen von den Buffalo Bills haben die anderen sechs Kontrahenten gerade einmal mickrige sechs Siege auf dem Konto - insgesamt, bei 26 Niederlagen.

Dennoch ist die Dominanz beeindruckend, bereits zu Beginn des zweiten Viertels war die Partie nach Touchdowns von Receiver Phillip Dorsett und dem zweiten Streich von Michel entschieden.

Brady mit solider Leistung und einem Touchdown-Pass

So konnte New England den Ausfall von Receiver Josh Gordon wegen einer Knieverletzung leicht verkraften. Brady lieferte mit 31 von 45 angebrachten Pässen für 249 Yards und trotz einer Interception eine solide Vorstellung ab.

Mit seinen kurzen, schnellen Pässen kamen die Jets überhaupt nicht zurecht und brachten ihn kein einziges Mal zu Boden. Michel kam zwar nur auf 42 Yards, setzte aber mit seinem dritten Touchdown zu Beginn des letzten Viertels den Schlusspunkt.

Bei den Jets erreichte eigentlich nur Running Back Le'Veon Bell Normalform. Ihm gelangen 70 Yards bei 15 Läufen, aber mit dem großen Rückstand, kam er nicht mehr zur Geltung, da er auch im Passspiel nicht wirklich eingebunden wurde.

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Fünfter Jets-Sweep in Folge

Aus der Defense der Pats ragte einmal mehr Cornerback Stephon Gilmore heraus. Ihm gelang eine Interception, außerdem meldete er New Yorks besten Receiver Robby Anderson komplett ab (8 Targets, aber nur ein gefangener Ball für 10 Yards).

Zum fünften Mal in Folge gewann die Truppe von Coach Bill Belichick beide Saisonduelle gegen die Jets - dieses Mal mit eindeutigen 63:14 Punkten.

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Statistisch beste NFL-Defense seit Jahrzehnten

Sie sind das erste Team seit 85 Jahren mit einer 7:0-Bilanz und weniger als 50 zugelassenen Punkten (48) - zuletzt gelang dies den Bears und Lions 1934, damals wurden allerdings kaum Pässe geworfen und Spiele mit wenigen Punkten gehörten zur Tagesordnung.

Seit 1980 sind die Saints des Jahres 1991 mit 60 zugelassenen Punkten am nächsten dran. Allein im Super Bowl gegen die Eagles vor zwei Jahren ließ New England 41 Punkte zu. Rechnet man nur Belichicks Verteidigung, sind es sogar nur 27 Punkte oder weniger als vier pro Spiel. Das ist in der heutigen NFL schlicht absurd gut.

In den nächsten Wochen könnte es mit Browns, Ravens, Eagles, Cowboys, Texans und Chiefs schwieriger werden, vielleicht müssen sich aber auch diese teils hochgelobten Angriffsreihen warm anziehen.

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