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Eric Dickerson will die Rams-Fans im Protest gegen das neue Logo unterstützen
Eric Dickerson (l.) will die Rams-Fans im Protest gegen das neue Logo unterstützen © Getty Images
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München - Die Los Angeles Rams präsentieren ihr neues Logo und ernten von den Fans einen Shitstorm. Vereinsikone Eric Dickerson bietet den Anhängern seine Hilfe an.

Der frühere Rams-Profi und aktuelle Vizepräsident für Geschäftsentwicklung Eric Dickerson hat angeboten, als Stimme der Fans im Protest gegen das Anfang der Woche präsentierte neue Teamlogo zu fungieren.

"Ich habe eure Kommentare zu den neuen Logos gelesen und teile eure Enttäuschung. Ich werde in unserem Namen mit den Rams sprechen", schrieb das Mitglied der Pro Football Hall of Fame auf Twitter und kündigte an, das Gespräch mit den Verantwortlichen der Franchise zu suchen.

Zugleich teilte er zwei Vorschläge der Anhänger für ein überarbeitetes Logo und forderte die Fans dazu auf, darüber abzustimmen, welches der beiden sie bevorzugen würden.

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Rams wollen neue Ära einleiten

Mit dem neuen Logo wollen die Los Angeles Rams in der kommenden NFL-Saison eine neue Zeitrechnung beginnen.

"2020 ist der Beginn einer neuen Ära für die Los Angeles Rams - mit einem neuen Zuhause im SoFi-Stadion, das einen Standard für Sport und Unterhaltung setzen wird - und einer neuen Marke", verkündete die Franchise aus Kalifornien am Montag auf ihrer Homepage.

Das neue Logo der Los Angeles Rams stößt auf wenig Gegenliebe
Das neue Logo der Los Angeles Rams stößt auf wenig Gegenliebe © twitter/@losangelesrams

Statt wie bisher ein Widderkopf soll nun ein modernes Logo mit einem dynamischen LA-Schriftzug dafür sorgen, "eine Identität zu entwickeln, die sowohl die geschichtsträchtige Historie der Mannschaft als auch die vielfältige und dynamische Gemeinschaft von LA feiert".

Darüber hinaus wurde auch das bisherige, im Jahr 2000 in St. Louis eingeführte, marineblaue, hellgoldene und weiße Farbschema durch die etwas helleren Farbtöne "Rams Royal" und "Sol" abgelöst. 

Kritik und Spott an neuem Logo

Dabei könnte sich der Marketingschachzug des Super-Bowl-Siegers von 1999 jedoch als Eigentor erweisen. Schon als das Emblem vor wenigen Wochen geleakt wurde, hagelte es große Kritik und Spott. Besonders die Ähnlichkeit zum Logo von Lokalrivale Los Angeles Chargers stieß vielen Fans sauer auf.

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Und auch nach der offiziellen Präsentation fiel die Resonanz nicht wirklich besser aus. "Das hässlichste Logo, das ich je gesehen habe", "Ihr seht aus wie die Chargers", "Die Rams geben Milliarden von Dollar für ein neues, hochmodernes Stadion aus und shoppen im 99cent-Shop ein neues Logo" oder "Erst Todd Gurley, jetzt das ... wollt ihr keine Fans?", waren nur einige der Kommentare bei Twitter.

Schon vor der Enthüllung räumte Rams-CEO Kevin Demoff ein, dass der neue Look für einige der Fans eine Anpassungszeit erfordern würde. "Ich bin sicher, es wird eine Überraschung sein. Es wird eine Veränderung sein. Aber das sind viele Dinge und ich denke, es ist eine Veränderung, die unsere Fans mit der Zeit kennen und lieben lernen werden.

Fans starten Online-Petition gegen neues Logo

Doch ob dem wirklich so sein wird, daran darf aktuell doch stark gezweifelt werden. Mehr als 6.200 Unterschriften sammelten die Anhänger bislang in einer Online-Petition zur Änderung des neuen Logos.

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Demoff kündigte bereits am Dienstag während eines virtuellen Spendenmarathons für die Corona-Hilfe an, er werde sich bei einer Spendensumme von über zwei Millionen Dollar die zehn besten Tweets anschauen, die er bezüglich des neuen Logos erhalte.

Laut den Rams kamen bei den Spendenaufruf auf einem lokalen Fernsehsender letztendlich mehr als 2.045.000 Dollar zusammen.

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