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Der Head Coach der San Francisco 49ers verteidigt in einem flammendem Plädoyer Colin Kaepernick. Viele Menschen verstünden nicht, was der Spielmacher kritisiert.

Vier Jahre ist es bereits her, dass 49ers-Quarterback Colin Kaepernick im Sommer 2016 mit seinen Protesten gegen Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten für Aufsehen sorgte. 

Der heutige Head Coach der San Francisco 49ers, Kyle Shanahan, hat sich nun in einem Gespräch mit Journalisten verärgert gezeigt, dass die Botschaft des Spielmachers nach wie vor nicht von jedem verstanden wird.

"Ich glaube, das was die Sache mit Colin so schwer macht, ist, dass die Leute missverstehen, was er getan hat", sagte Shanahan, der die enormen Reaktionen der Menschen in den vergangenen Tagen vor allem darauf zurückführt.

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Colin Kaepernick hat seit seinen Protesten keinen Job mehr in der NFL bekommen
Colin Kaepernick hat seit seinen Protesten keinen Job mehr in der NFL bekommen © Getty Images

Shanahan unterstützt Kaepernick

"Unabhängig davon, ob man mit der Art und Weise, wie er es getan hat, einverstanden ist oder nicht, spielt das keine Rolle. Gegen das was Colin protestierte, war und ist etwas, das von allen Menschen respektiert werden sollte. Das hat viel Mut erfordert. Das ist etwas, was zu 1.000 Prozent falsch ist und was er versucht hat an das Licht zu bringen. Aber es war schwer, weil die Leute es nicht so wirklich hören wollten", so der Trainer weiter.

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Dass auch Jahre nach den Protesten des Quarterbacks viele Menschen dessen Botschaft nicht verstehen, macht Shanahan wütend. "Colin hat am stärksten auf dieses Probleme aufmerksam gemacht. Die Menschen sollten ihn dafür sehr respektieren und bewundern."

Kurz nachdem Shanahan 2017 zum Head Coach der 49ers ernannt wurde, teilten er und General Manager John Lynch Kaepernick mit, dass sie überlegen, ihn zu entlassen. Der Spielmacher stieg damals im Anschluss selbst aus seinem Vertrag aus.

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Diskussion neu entbrannt

Shanahan selbst bot Kaepernick damals öffentlich Untersützung für seine Proteste an, so knieten beim Spiel gegen die Indianapolis Colts 2017 insgesamt 20 Spieler der 49ers bei der Nationalhymne. Sollten in der kommenden Saison Profis protestieren wollen, bekräftigte Shanahan seine Unterstützung.

Durch den gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd entbrannte in den vergangenen Tagen die Diskussion über Diskriminierung von Schwarzen neu.

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