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München - Im ersten Spiel für die Tampa Bay Buccaneers erlebt Tom Brady gegen die Saints einen bitteren Abend. Der Quarterback äußert danach harte Selbstkritik.

Erfolgloser Auftakt für Tom Brady bei den Tampa Bay Buccaneers: Der Quarterback-Superstar hat mit seinem neuen Team das erste Saisonspiel gegen die New Orleans Saints mit 23:34 verloren.

"Offensichtlich hatten sie mehr erfolgreiche Spielzüge als wir, und ich habe einige schlechte, schreckliche Ballverluste gehabt", konstatierte Brady nach seinem 325. Karrierestart, was einen neuen Rekord in der NFL-Geschichte bedeutete.

Dabei hatte es zu Beginn nach einem äußerst erfolgreichen Abend für den früheren Ausnahmespieler der New England Patriots ausgesehen: Mitte des ersten Viertels gelang dem 43-Jährigen ein Rushing Touchdown über zwei Yards. (Hier zum NFL-Spielplan 2020/21)

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Doch es dauerte nicht lange, ehe die Saints um Spielmacher Drew Brees ins Rollen kamen. Zwei Touchdowns von Alvin Kamara in weniger als eineinhalb Minuten drehten die Partie, und daran war Brady alles andere als unschuldig. Dem zweiten Touchdown des Running Backs ging nämlich eine Interception des Spielmachers voraus.

Und auch nach der Pause lief es nicht besser für TB12.

Zwei Interceptions von Brady

Nach nur zwei Minuten im dritten Viertel warf Brady erneut eine Interception - Saints-Cornerback Janoris Jenkins trug den Ball über 36 Yards in die Endzone- ein erneut bitterer Moment für den sechsmaligen Super-Bowl-Sieger.

Da half es auch nicht, dass er Tight End O.J. Howard und Wide Receiver Mike Evans jeweils mit einem Touchdown-Pass bedienen konnte, denn auch Drew Brees legte nach.

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Neben Touchdowns und Interceptions sorgten auch viele Strafen für Aufsehen. Beide Teams verloren jeweils mehr als 100 Yards aufgrund von Penalties. 

Bemerkenswert: Tight End und Ex-Patriots-Teamkollege Rob Gronkowski hatte insgesamt nur einen geringen Anteil am Spiel. Er fing lediglich zwei Pässe für insgesamt elf Yards.

Für Brady, der nur 23 von 36 Pässen an den Mann brachte, nannte die Gründe für die Niederlage. Es sei schwer zu gewinnen, "wenn man den Ball in dieser Art und Weise abgibt", betonte Brady: "Ich muss also offensichtlich einen noch viel besseren Job machen."

Für den Auftritt gebe es "keine Ausreden", so Brady weiter, "wir sind die Einzigen, die etwas dagegen tun können." Bereits in der vergangenen Woche hatte der Spielmacher versucht, die hohen Erwartungen an ihn und die Bucs zu dämpfen, und eingeräumt, dass er noch viel zu tun habe, um die Offensive von Headcoach Bruce Arians zu lernen.

Nach der ersten Saison-Partie wurde bereits klar, dass die NFC South mit Saints, Falcons und Panthers eine der schwersten Divisions ist.

49ers unterliegen Cardinals

Einen erfolglosen Abend erlebten unterdessen auch die San Francisco 49ers. Der Super-Bowl-Teilnehmer aus der vergangenen Saison verlor zuhause gegen die Arizona Cardinals mit 20:24. Entscheidender Mann bei den Cardinals war dabei Neuzugang DeAndre Hopkins, der zwar keine Punkte auf das Scoreboard brachte, jedoch mit Quarterback Kyler Murray überragend harmonierte.

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14 Mal fand der Spielmacher den ehemaligen Texans-Profi und konnte damit 151 Yards überwinden. Unter anderem wurde durch einen Pass auf Hopkins der entscheidende Cardinals-Touchdown vorbereitet, ein Lauf von Kenyan Drake für ein Yard.

"Kyler arbeitet, als wäre es der letzte Tag auf dieser Erde. Was heute passiert ist, überrascht mich überhaupt nicht", gab sich Hopkins nach der Partie selbstbewusst. 

Quarterback Murray verzeichnete einen Touchdown-Pass, aber auch einen Interception. Entscheidend konnte er seinem Team mit einem Rushing Touchdown im vierten Viertel helfen.

Sein Gegenüber Jimmy Garoppolo warf zwar zwei Touchdowns, für einen Sieg reichte es dennoch nicht. Vor allem Tight End George Kittle kam mit nur 44 Receiving Yards nicht auf sein gewohntes Niveau.

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