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Leon Draisaitl hat mit seinen Edmonton Oilers die NHL-Playoffs verpasst
Leon Draisaitl hat mit seinen Edmonton Oilers die NHL-Playoffs verpasst © Getty Images
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München - Bittere Gewissheit für Leon Draisaitl! Der deutsche NHL-Superstar kassiert mit seinen Edmonton Oilers die nächste Pleite, die Playoffs sind nicht mehr zu erreichen.

Er stand noch lange auf dem Eis, das Kinn auf den Schläger gestützt, den Helm ein bisschen in den Nacken geschoben.

Der große Traum vom Stanley Cup ist für dieses Jahr ausgeträumt! Leon Draisaitl muss 2021 einen erneuten Anlauf auf seine Endstation Sehnsucht nehmen.

"Wir haben unser Toplevel nie erreicht, und dafür ist die Liga einfach zu gut", sagte der 24-Jährige nach dem 1:3 der Edmonton Oilers in der Playoff-Qualifikationsserie gegen die Chicago Blackhawks.

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Draisaitl, Topscorer der Hauptrunde, kann in den Playoffs also nur zuschauen, wenn der Meister ermittelt wird. Im entscheidenden vierten Match im heimischen Rogers Place konnte allerdings auch er nicht glänzen, blieb ohne Torbeteiligung.

"Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht, die uns in dieser Phase der Saison nicht passieren dürfen", sagte der Nationalspieler: "Das ist sehr frustrierend, weil wir mit hohen Erwartungen in die Serie gestartet sind. Jetzt sind wir in unserer eigenen Arena nur noch Zuschauer, das tut weh."

Draisaitl-Team verliert trotz Blitz-Start

Dabei erwischten die Oilers einen perfekten Start ins vierte Spiel. Bereits nach 45 Sekunden brachte Josh Archibald Edmonton in Führung.

Nach dem Doppelschlag der Blackhawks durch Brandon Saad (6.) und Matthew Highmore (8.) kamen die Oilers durch Ryan Nugent-Hopkins (23.) zwar zum Ausgleich, Dominik Kubalik (49.) beendete allerdings alle Hoffnungen der Oilers.

An Chicagos Schlussmann Corey Crawford, der 43 von 45 Schüssen parierte, biss sich Edmontons Offensive zudem die Zähne aus.

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"Hatten die Chance, um den Stanley Cup zu spielen"

"Wir hatten uns fest vorgenommen, die ganze Intensität unseres Spiels auf das Eis zu bringen", sagte Oilers-Verteidiger Darnell Nurse, der allerdings zugeben musste, dass "wir eigentlich nur in der Vorbereitung gegen die Calgary Flames richtig intensiv gespielt haben".

Die Enttäuschung in seiner Mannschaft sei riesengroß, sagte Oilers-Trainer Dave Tippett: "Wir hatten die Chance, um den Stanley Cup zu spielen. Jetzt sitzen wir auf der Tribüne. Das ist schwer zu verdauen."

Trotzdem zwei Awards für Draisaitl?

Draisaitl kann in dieser Saison dennoch auf zwei individuelle Auszeichnungen hoffen.

Der gebürtige Kölner gehört nicht nur zu den drei Finalisten um den Ted Lindsay Award für den herausragenden Profi der regulären Saison durch die Spielergewerkschaft NHLPA.

Er ist auch einer von drei Kandidaten für die Hart Memorial Trophy, mit der die NHL den wertvollsten Spieler der regulären Saison (MVP) auszeichnet.

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Jede dieser Trophäen würde Draisaitl gerne für die eine große eintauschen. "Es ist eine Ehre, nominiert zu werden, und natürlich bin ich da auch stolz drauf", sagte er zuletzt: "Aber nichts übertrumpft den Stanley Cup."

Den wollen die Oilers in der kommenden Saison erneut mit aller Kraft angreifen. Aus der kanadischen Junior Hockey League soll der hochbegabte Flügelstürmer Alexis Lafreniere nach Edmonton kommen, allerdings ist die halbe Liga hinter dem 18-Jährigen her.

"Wir müssen jetzt erstmal wieder zu uns finden", sagte Tippett, "dann beginnen wir mit den Überlegungen für das nächste Jahr."

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