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München - Der VfB Friedrichshafen verpasst erneut die Meisterschaft in der Volleyball-Bundesliga. Angesichts vieler Abgängen und Trainerwechsel steht ein großer Umbruch bevor.

Der VfB Friedrichshafen steht nach der erneuten Vizemeisterschaft in der Volleyball-Bundesliga vor einem großen Umbruch. (Spielplan und Ergebnisse der Volleyball-Bundesliga der Männer)

Es gibt sehr viele Abgänge zu vermelden. Hinzu kommt noch ein Wechsel auf der Position des Cheftrainers. Der Australier Mark Lebedew wird ab der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen und ersetzt Michael Warm, dessen Vertrag bei den Häflern ausgelaufen ist.

Lebedew war von 2010 bis 2015 Cheftrainer bei den Berlin Recycling Volleys und feierte mit ihnen 2012, 2013 und 2014 die Deutsche Meisterschaft. Ebenfalls führte Lebedew die Berlin Volleys in die Champions League. Ende 2015 nahm Berlin zum ersten Mal am Finalturnier teil und erreichte den dritten Platz.

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Zur Saison 2015/16 wechselte er wieder nach Polen zum Spitzenclub Jastrzebski Wegiel.

Vom bevorstehenden Umbruch beunruhigt zeigt sich der neue Mann allerdings nicht. "So ist das eben in diesem Geschäft. Natürlich ist es einfacher, mit einer bestehenden Mannschaft weiterarbeiten zu können. Andererseits hat man auch die Chance, etwas Neues zu beginnen. Es spielt für mich eigentlich keine Rolle", betonte der neue Coach.

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Zehn Abgänge beim VfB

Trainer Warm, Außenangreifer Linus Weber und Libero Markus Steuerwald sind die prominentesten Namen, die dem Rekordmeister den Rücken kehren.

Friedrichshafen hat sich nach zwei Spielzeiten mit Warm darauf verständigt, getrennte Wege zu gehen. Der Vertrag lief zum Ender der Spielzeit 2020/21 aus und wurde nicht verlängert.

"Wir danken Michael Warm für die zwei Jahre und wissen, wie schwierig vor allem diese Saison für die komplette Mannschaft war", sagte VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt.

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Abschied von Steuerwald: Großer Schritt

Nach dem letzten Spiel kam es bei den Häflern zu emotionalen Szenen. Der ehemalige Nationalspieler Steuerwald verlässt den VfB nach insgesamt neun Jahren mit einem noch unbekannten Ziel.

Für Späth-Wersterholt war der Abschied von Steuerwald ein großer Schritt. Er teilte sich jahrelang den Libero-Posten mit ihm und auch privat verbindet die beiden eine enge Freundschaft.

Ebenso wird Saison-MVP Weber dem Verein den Rücken kehren. Weber war enttäuscht, seine herausragende Spielzeit nicht mit einem Titel krönen zu können. Ihn zieht es zurück nach Italien zu Pallavolo Padua.

Maase und Bonin bleiben Friedrichshafen treu

"Es ist ein ganz normaler Vorgang. Manche Spieler haben in dieser Saison mit Topleistungen überzeugt und wecken dann Begehrlichkeiten im Ausland, sodass wir sie nicht halten konnten. Bei anderen Spielern waren wir nicht überzeugt und haben ihnen kein Angebot für die kommende Saison gemacht", erklärte Späth-Westerholt bei SPORT1.

Diagonalangreifer Lukas Maase und Außenangreifer Ben-Simon Bonin gehören zu den verbleibenden Spieler beim VfB. Der Kader für die neue Saison soll um die beiden jungen deutschen Talente zusammen gestellt werden. 

Auf die Verantwortlichen wartet jedenfalls eine Menge Arbeit, um gute Voraussetzungen zu schaffen, um den Berlinern die Titelverteidigung so schwer wie möglich zu machen.

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