Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

München - Das DVV-Pokal-Finale zwischen den Volleyballerinen des SC Potsdam und SSC Palmberg Schwerin verspricht hitzige Emotionen. Im Fokus: die Trainer Hernández und Koslowski.

Schon vor zwei Wochen hatte es mächtig geraucht - und das, obwohl Valentinstag war:

Von Herzenswäre gab's wenig zu spüren zwischen Guillermo Naranjo Hernández vom SC Potsdam und seinem Kollegen Felix Koslowski in Diensten der Bundesliga-Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin.

Der SPORT1-Volleytalk auf SPORT1, SpotifyApple PodcastsDeezer – und überall wo es Podcasts gibt!

Anzeige

Beide Trainer gifteten was das Zeug hielt, sorgten an der Seitenlinie immer wieder für Hektik und Lautstärke, so dass nach Ende des vierten Durchgangs sowohl Koslowski als auch Naranjo Hernández die Rote Karte sahen.

Obendrein brockten sie ihrer Mannschaft dadurch noch jeweils einen Punktverlust ein. (NEWS: Alles Wichtige zum Volleyball)

Meistgelesene Artikel

Der knappe 3:2-Sieg der Schwerinerinnen nach 0:2-Rückstand und einem abgewehrten Matchball war nach Abpfiff denn auch fast schon das kleinere Gesprächsthema - zu sehr hatten die beiden Trainer-Vulkane zuvor die Atmosphäre des Duells geprägt.

DVV-Pokal: Hitziges Duell zwischen Potsdam und Schwerin

"Die beiden Trainer haben sich mal wieder ein bisschen in den Haaren gehabt, ich habe mich auch gewundert", hatte Schwerins Denise Imoudo nach dem Duell mit ihrem Ex-Klub bei SPORT1 erklärt.

Umso brisanter, dass es bereits an diesem Sonntag (ab 14.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) den nächsten Clash der beiden Teams gibt - diesmal im DVV-Pokalfinale in Mannheim. Dass es dabei statt zweier Liga-Punkte um einen Titel geht, dürfte nicht unbedingt weniger Emotionen auslösen bei den sportlichen Verantwortlichen. (DVV-Pokal der Frauen: Spielplan und Ergebnisse)

Zumal die besondere Beziehung zwischen Hernández und Koslowski, beide extrovertierte Charaktere, ohnehin eine schon etwas längere Vorgeschichte hat. (Ausgewählte Spiele der Volleyball-Bundesliga LIVE im TV auf SPORT1)

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Es war der 29. Januar 2017 und auch das Pokalfinale, an dem die Trainer-Heißsporne ebenfalls aneinandergeraten waren: Und auch da trieben fünf hartumkämpfte Sätze den Pulsschlag der Protagonisten in die Höhe, ehe Hernández, damals noch Coach von Allianz MTV Stuttgart, die Schwerinerinnen in die Schranken gewiesen hatte.

Immer wieder Zoff zwischen Trainer Hernandez und Koslowski 

Und was passiert diesmal, wenn Schwerin als Dritter der Bundesliga auf den in der Tabelle direkt dahinter liegenden Potsdamerinnen trifft? (Tabelle der Volleyball-Bundesliga der Frauen)

Koslowski formulierte es mit Blick auf die jüngsten Ereignisse abseits des Feldes so: "In diesem Spiel geht es für beide Mannschaften um sehr viel, und es sind einfach extrem viele Emotionen dabei. Bei den Mannschaften und natürlich auch bei uns Trainern."

Wiederholung von Temperaments- und Gefühlsausbrüchen demnach also keineswegs ausgeschlossen, genauso wenig wie eine sich erneut hinziehende Auseinandersetzung. (Spielplan und Ergebnisse der Volleyball-Bundesliga der Frauen)

Denn: Mit dem jüngsten Vergleich ging ein Liga-Spiel zwischen beiden Teams zum bereits vierten Mal nacheinander über fünf Sätze - dreimal triumphierten die Schwerinerinnen.

Felix Koslowski trainiert den SSC Palmberg Schwerin
Felix Koslowski trainiert den SSC Palmberg Schwerin © Imago

Imoudo: Wiedersehen mit Ex-Klub Potsdam 

Halbwegs gelassen wirkt im Vorfeld allein Imoudo, unlängst noch beim jetzigen Gegner Potsdam unter Vertrag: "Ich kenne viele noch vom letzten Jahr, das schwingt natürlich etwas mit", sagte sie SPORT1 nach dem kürzlichen Match und ergänzte: "Aber am Ende ist es auch nur ein Spiel gegen einen Gegner."

Bleibt abzuwarten, ob die Herren Hernández und Koslowski das auch so nüchtern sehen...

Nächste Artikel
previous article imagenext article image