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Im zweiten Spiel der EM muss die DVV-Auswahl lange zittern. Zahlreichen Fehler und starke Spanierinnen machen es Lippmann und Co. schwer. Am Ende steht aber ein Sieg.

Die deutschen Volleyballerinnen haben mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel der Europameisterschaft einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Einen Tag nach dem souveränen 3:0 gegen die Schweiz hatte das Team von Bundestrainer Felix Koslowski beim hart erkämpften 3:1 (15:25, 25:19, 31:29, 25:18) gegen Spanien mehr Mühe, bewies aber insbesondere im dritten Satz Nervenstärke.

 "Wir haben zu lange abgewartet, waren zu passiv. So können wir nicht auftreten, wenn wir hier wirklich was reißen wollen", sagte Denise Hanke vom Schweriner SC mit Blick auf den ersten Satz selbstkritisch. Koslowski lobte aber auch die Coolness seines Teams in Krimi-Durchgang drei: "Da haben wir das Momentum weggegeben, das war sehr gefährlich. Und trotzdem gewinnen wir den Satz, dafür muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen."

In Bratislava bekam der Weltranglisten-15. im Duell mit dem 37 Plätze schlechter notierten Außenseiter vor allem Ana Escamilla zunächst nicht in den Griff. Die 21-Jährige vom SC Potsdam erzielte allein im ersten Satz zehn ihrer 25 Punkte. Nach verlorenem ersten Durchgang steigerte sich das DVV-Team jedoch und nutzte in Krimi-Satz drei seinen achten Satzball zur 2:1-Führung.

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Viele unnötige Fehler

Allerdings machten es sich die deutschen Damen auch selbst schwer. Von den acht Satzbällen vergaben Lippmann und Co. vier Chancen durch direkte Aufschlagfehler. Auch sonst zeigte das deutsche Team immer wieder unnötige Fehler.

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Der anker im jungen deutschen Team war heute Jennifer Geerties. Die 25-Jährige war mit 16 Punkten die beste Angreiferin im Koslowski-Team.

Jetzt geht es gegen Russland

Nach einem Ruhetag erwartet das DVV-Team mit Rekord-Weltmeister Russland am Montag eine deutlich schwerere Aufgabe. "Von zehn Spielen gewinnen die Russen 9,5 mal", schiebt Koslowski die Favoritenrolle eindeutig dem Gegner zu.

In den weiteren Vorrundenspielen der Gruppe D geht es gegen Gastgeber Slowakei (Volleyball-EM, 3. Spieltag: Deutschland - Slowakei, Dienstag ab 19.55 Uhr auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) sowie den EM-Siebten von 2017, Weißrussland (Volleyball-EM, 4. Spieltag: Deutschland - Weißrussland, Mittwoch ab 19.55 Uhr auf SPORT1 im Free-TV und Livestream). Die jeweils besten vier Teams der vier Sechsergruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale, das im K.o.-Modus ausgespielt wird.

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Die Europameisterschaft wird erstmals mit einem Rekordteilnehmerfeld von 24 Mannschaften und in vier Ländern ausgetragen. Neben der Slowakei wird auch in der Türkei, Polen und Ungarn gespielt. Die Halbfinals und das Finale finden in Ankara statt.

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