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Johannes Rydzek siegte in Lahti vor seinem Teamkollegen Vinzenz Geiger
Johannes Rydzek siegte in Lahti vor seinem Teamkollegen Vinzenz Geiger © Getty Images
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Kombinierer Johannes Rydzek gewinnt in Lahti vor einem Teamkollegen. Claudia Pechstein stellt einen Rekord von Gunda Niemann-Stirnemann ein. Wintersport kompakt.

SPORT1 fasst die Wintersport-Ereignisse des Tages zusammen.

+++ Nordische Kombination: Rydzek siegt in Lahti, Geiger Zweiter +++

Kombinations-Olympiasieger Johannes Rydzek hat nach den überaus erfolgreichen Winterspielen in Pyeongchang auch im Weltcup zugeschlagen. Der 26-Jährige gewann am Sonntag das Einzelrennen im finnischen Lahti und feierte seinen zweiten Saisonerfolg. Vinzenz Geiger machte als Zweiter den dritten deutschen Doppelsieg in diesem Winter perfekt.

Rydzek, der in Südkorea Olympiagold von der Großschanze und gemeinsam mit Geiger im Team gewonnen hatte, lief nach Platz sieben im Springen noch zu seinem 16. Karrieresieg. Im Ziel lag Deutschlands Sportler des Jahres 3,4 Sekunden vor Geiger, der Norwegens Topmann Jörgen Graabak im Sprint das Nachsehen gab.

Für Rydzek bleibt Lahti ein gutes Pflaster. Dort war der Allgäuer 2017 mit vier WM-Titeln zum Rekordweltmeister aufgestiegen.

Fabian Rießle, ebenfalls Mitglied der Goldstaffel von Pyeongchang, belegte am Sonntag Platz elf. Doppel-Olympiasieger Eric Frenzel musste sich nach schwacher Leistung auf der Schanze mit Platz 15 begnügen.

Im Teamsprint hatten die deutschen Duos nach Patzern im Springen das Podest verpasst. Rydzek/Rießle wurden Fünfte, Frenzel/Geiger kamen auf Rang sechs.

+++ Ski alpin: Holdener gewinnt Kombi-Weltcup +++

Weltmeisterin Wendy Holdener hat zum zweiten Mal nach 2016 die kleine Kristallkugel in der alpinen Kombination gewonnen. Der Schweizerin reichte bei ihrem Heim-Weltcup in Crans Montana ein vierter Platz, um die Führung in der Gesamtwertung zu behaupten.

Der Tagessieg ging zum achten Mal im Weltcup an Federica Brignone (Italien). Beste Deutsche war Patrizia Dorsch (Schellenberg) auf dem 19. Platz.

Dass im traditionsreichen alpinen Zweikampf nach nur zwei Wettbewerben eine Kristallkugel vergeben wurde, stieß auf breite Kritik. "Das ist ein bisschen ein Witz", sagte ARD-Expertin Maria Höfl-Riesch, die Kombinations-Olympiasiegerin von 2010 und 2014.

+++ Eisschnelllauf: Pechstein egalisiert Rekord +++

Claudia Pechstein hat mit dem erwarteten Triumph bei der Mehrkampf-DM in Erfurt den Titel-Rekord ihrer früheren Rivalin Gunda Niemann-Stirnemann bei deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften eingestellt.

Die 46-jährige Pechstein gewann im nur vierköpfigen und schwach besetzten Starterfeld alle Strecken und sicherte sich mit 163,731 Punkten den 34. DM-Sieg ihrer Karriere.

Im Sprintvierkampf der Männer siegte in Abwesenheit des Olympia-Achten Nico Ihle sein Bruder Denny Ihle.

+++ Norweger Nygaard gewinnt 94. Wasalauf +++

Der norwegische Skilangläufer Andreas Nygaard hat den 94. Wasalauf gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich am Sonntag nach 90 Kilometern von Sälen nach Mora knapp vor dem Schweden Bob Niemi Impola durch, der damit den ersten Heimsieg für das Gastgeberland seit 2012 verpasste.

Nygaard benötigte für die traditionell in klassischer Technik gelaufene Distanz bei teils heftigem Schneefall 4:24:36 Stunden. Dies war die schlechteste Zeit seit 2007, der Streckenrekord des Schweden Jörgen Brink aus dem Jahr 2009 liegt bei 3:38:41 Stunden.

Bei den Frauen sicherte sich die Schwedin Lina Korsgren ebenfalls ihren ersten Wasalauf-Sieg. Korsgren lag nach 4:41:50 Stunden fast fünf Minuten vor der zweitplatzierten Norwegerin Astrid Öyre Slind.

Vorjahressiegerin Britta Johansson Norgren (Schweden) wurde Vierte, der Streckenrekord der Norwegerin Vibeke Skofterud (4:08:24/2012) geriet nicht in Gefahr.

+++ Ski alpin: Kristall-Triple für Hirscher +++

Doppel-Olympiasieger Marcel Hirscher hat seine Rekordjagd im alpinen Ski-Weltcup in beeindruckender Manier fortgesetzt und zum siebten Mal hintereinander den Gesamtweltcup gewonnen.

Mit seinen Saisonsiegen Nummer elf und zwölf sicherte sich der Jahrhundertskifahrer aus Österreich im slowenischen Kranjska Gora außerdem vorzeitig die kleinen Kristallkugeln in den Disziplinen Riesenslalom und Slalom.

Hirscher gewann beide Wertungen zum fünften Mal. Mit seinem siebten Gesamtsieg übertraf der 29-Jährige die legendäre Annemarie Moser-Pröll (Österreich/6). Mehr Kristallkugeln gewannen im alpinen Ski-Weltcup nur Ingemar Stenmark (Schweden/18) und Lindsey Vonn (USA/20).

Im Slalom am Sonntag setzte sich Hirscher mit 1,22 Sekunden Vorsprung auf Kristoffersen durch. Dritter wurde der Schweizer Olympiazweite Ramon Zenhäusern (1,61 Sekunden zurück).

+++ Eisschnelllauf: Ihle läuft knapp am Podest vorbei +++

Eisschnellläufer Nico Ihle hat bei der Sprint-WM im chinesischen Changchun trotz eines überzeugenden Schlusslaufs über 1000 m die erhoffte Medaille knapp verpasst.

Eine Woche nach dem Ende der enttäuschend verlaufenen Olympischen Winterspiele in Pyeongchang musste sich der Chemnitzer am Sonntag mit dem undankbaren vierten Platz begnügen (139,660 Punkte).

Gold ging an Norwegens 500-m-Olympiasieger Havard Lorentzen (139,360) vor den Niederländern Kjeld Nuis (139,510) und Kai Verbij (139,535).

Joel Dufter, der zweite deutsche Starter, trat nach einem schwachen 500-m-Lauf (36,59 Sekunden) zum finalen 1000-m-Rennen nicht mehr an.

+++ Langlauf: Rekordfrau Björgen nur Dritte +++

Norwegens Skilanglauf-Königin Marit Björgen hat eine Woche nach ihrem historischen Olympiagold über 30 km im Weltcup eine Niederlage kassiert.

Im finnischen Lahti kam Björgen gut zwei Wochen vor ihrem 38. Geburtstag im Klassikrennen über 10 km nur auf Platz drei und verpasste den 123. Sieg im 369. Weltcuprennen.

Björgen lag im Ziel 26,9 Sekunden hinter der Finnin Krista Pärmäkoski. Zweite wurde in Lahti die Russin Natalja Neprjajewa (+20,9 Sekunden). Björgens Landsfrau Heidi Weng baute mit Platz fünf die Führung im Gesamtweltcup aus.

Beste Deutsche war Sandra Ringwald als gute Zwölfte. Eine starke Vorstellung bot auch Thomas Bing, der im Rennen der Männer über 15 km auf Platz neun lief.

Der Sieg ging an den Kasachen Alexei Polotoranin, der sich mit 9,1 Sekunden Vorsprung auf den Russen Alexander Bolschunow durchsetzte. Norwegens Jungstar Johannes Hösflot Kläbo kam mit 1:00,3 Minuten Rückstand auf Platz sieben, der dreifache Olympiasieger war nur acht Sekunden schneller als Bing.

+++ Kombination: Rydzek nach Springen in Lauerstellung +++

Kombinations-Olympiasieger Johannes Rydzek hat beim Weltcup im finnischen Lahti noch alle Chancen auf seinen zweiten Saisonsieg.

Der 26-Jährige, der an gleicher Stelle 2017 mit vier WM-Titeln zum Rekordweltmeister aufgestiegen war, liegt nach dem Springen auf Platz sieben und geht mit 28 Sekunden Rückstand auf den führenden Japaner Akito Watabe in den 10-km-Langlauf ab 14.45 Uhr.

Zweitbester Deutscher ist Vinzenz Geiger als Achter (+0:37 Minuten), Fabian Rießle liegt auf Rang 13 (+0:58).

Keine Chance auf ein Spitzenergebnis hat Olympiasieger Eric Frenzel, der wie am Samstag im Teamsprint schwach sprang und nur 22. (+1:37) ist. Unmittelbar hinter dem Sachsen gehen Björn Kircheisen als 23. und Manuel Faißt als 24. (beide +1:38) ins Rennen.

+++ Skispringen: Althaus springt erneut aufs Podium +++

Die Olympiazweite Katharina Althaus hat im Skisprung-Weltcup mit einem zweiten Platz ihre derzeitige Glanzform unterstrichen.

Einen Tag nach ihrem vierten Karriere-Erfolg im ersten von zwei Springen im rumänischen Rasnov musste sich die 21-Jährige aus Oberstdorf Norwegens Olympiasiegerin Maren Lundby geschlagen geben. Diese sicherte sich damit vorzeitig den Gesamtweltcup.

Auf dem Trampolin Valea Carbunarii in Siebenbürgen sprang Althaus 94,0 und 92,0 m, mit 234,6 Punkten lag die Weltcupzweite hauchdünn vor der drittplatzierten Slowenin Nika Kriznar (234,5). Lundby (257,8/100,0+97,0 m) hatte bei ihrem achten Saisonsieg einen riesigen Vorsprung.

Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt, am Samstag im nach einem Durchgang abgebrochenen Auftaktspringen noch Dritte, belegte Platz fünf. Juliane Seyfarth, die am Vortag als Fünfte ihr bestes Karriere-Resultat egalisiert hatte, kam als Achte erneut in die Top 10.

+++ Buckelpiste: Podest für Freestylerin Grasemann +++

Ski-Freestylerin Laura Grasemann hat beim Buckelpisten-Weltcup im japanischen Tazawako völlig überraschend die erste Podestplatzierung ihrer Karriere eingefahren. Die 25-Jährige aus Wiesloch, die sich nicht für die Olympischen Winterspiele von Pyeongchang qualifiziert hatte, belegte im Parallel-Wettbewerb Rang drei.

Es war das erste Podium auf der Buckelpiste für die deutschen Freestyler seit über 16 Jahren. Am 15. Dezember 2001 hatte Christine Gerg (Lenggries) in Steamboat/USA ebenfalls im nicht olympischen Parallel-Wettbewerb sogar gewonnen.

Am Sonntag musste sie sich nur der amerikanischen Olympiazwölften Tess Johnson und Weltmeisterin Britteny Cox aus Australien geschlagen geben.

+++ Skicross: Eckert Fünfter in Russland +++

Skicrosser Paul Eckert hat sich nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang mit guten Ergebnissen zurückgemeldet. Bei den beiden Weltcup-Rennen im russischen Sunny Valley bei Miass in Tscheljabinsk belegte der 27-Jährige jeweils Platz fünf.

Tim Hronek als Sechster am Samstag sowie Tobias Müller und Florian Wilmsmann mit den Rängen elf und 14 am Sonntag sorgten ebenfalls für ordentliche Resultate.

Die Tagessiege im Südural gingen an den Schweizer Jonas Lenherr, der seinen zweiten Erfolg im Weltcup feierte, und erstmals an den Olympia-Vierten Kevin Drury (Kanada).

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