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Arnd Peiffer wehrt sich gegen einen Doping-Generalverdacht
Arnd Peiffer wehrt sich gegen einen Doping-Generalverdacht © Getty Images
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Arnd Peiffer verteidigt seinen Sport nach dem jüngsten Dopingskandal. Viele machten es sich zu einfach, die "Welt ist schon ein bisschen komplexer".

Olympiasieger Arnd Peiffer wehrt sich nach dem jüngsten Dopingskandal gegen einen Generalverdacht. "Zu behaupten: Alle Guten sind voll, das gehört für mich zu den klassischen einfachen Wahrheiten. Aber die Welt ist schon ein bisschen komplexer. Es ist ja auch nicht jeder katholische Priester pädophil, nur weil die katholische Kirche da ein Problem hat", sagte der 31-Jährige vor dem WM-Auftakt in Östersund der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Der Durchschnittsdeutsche glaube sowieso, führte Peiffer weiter aus, "dass alle im Leistungssport dopen. Im Grunde können wir Athleten nichts richtig machen: Bist du schlecht, wird dir vorgeworfen, du trainierst nicht richtig, bist du gut, heißt es, du bist gedopt. Das ist frustrierend." 

Für den Sprint-Olympiasieger sind Spitzenleistungen auch ohne Doping möglich. "Ich kann nur für meinen Sport sprechen, aber im Biathlon feiern wir Deutschen hier und da ja Erfolge, also ist es möglich", sagte er.

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Er mache sich beim deutschen Team auch "überhaupt keine Sorgen. Keiner von unserem Team kennt diesen Erfurter Doc, keiner von unseren Kaderathleten ist dort."

Auch die ehemalige Weltklasse-Biathletin Magdalena Neuner zeigte sich "sehr traurig, weil ich von mir selber weiß, dass man Medaillen gewinnen kann, auch wenn man sauberen Sport betreibt. Die jüngsten Vorfälle rufen natürlich alle auf den Plan, die sagen: 'Die Sportler nehmen eh alle was.' Das ist schon sehr frustrierend", sagte Neuner dem Münchner Merkur und der tz.

Biathlon-Königin Laura Dahlmeier hatte am Mittwoch betont, dass das deutsche Team "absolut sauber" sei und "damit gar nichts zu tun" hätte. "Wir tun alles, was in unserer Macht steht, es gibt ständig Dopingkontrollen. Ich habe den Arzt in Erfurt namentlich nicht mal gekannt, es gibt keinen persönlichen Bezug", sagte Dahlmeier.

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