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Johannes Dürr wurde während der Olympischen Spiele 2014 des Dopings überführt
Johannes Dürr wurde während der Olympischen Spiele 2014 des Dopings überführt © Getty Images
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"Whistleblower" Johannes Dürr droht eine Klage vonseiten des österreichischen Langlauf-Chefs. Markus Gandler will von Dürr Namen im Zuge seiner Anschuldigungen gegen den ÖSV hören.

Nach dem Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hat Österreichs Langlauf-Chef Markus Gandler eine Klage gegen "Whistleblower" Johannes Dürr in Aussicht gestellt.

Der des Dopings überführte Langläufer Dürr hatte in einer ARD-Dokumentation behauptet, er sei bei der Manipulation auch von Offiziellen des Österreichischen Skiverbandes unterstützt worden.

Im Radiosender Ö3 verlangte Gandler nun, dass Dürr Namen nennen solle. Dies wolle er auch mit anwaltlicher Hilfe durchsetzten. Gandler, in dessen Amtszeit seit 2003 diverse Dopingskandale im ÖSV-Team fielen, wurde im Zuge der Geschehnisse in Seefeld von seinen Aufgaben entbunden.

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Die ÖSV-Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf waren bei der WM verhaftet worden, beide haben Eigenblutdoping gestanden. Hauke war sogar auf frischer Tat erwischt worden.

Gandler fordert Entschuldigung

Gandler forderte Hauke und Baldauf in Ö3 zu einer Entschuldigung auf. "Sie sollen diesen Anstand zeigen, sich entschuldigen und sagen, wer beteiligt war", sagte der Staffel-Weltmeister von 1999.

Der Titelgewinn damals kam unter der Mithilfe des später wegen Dopings gesperrten Läufers Christian Hoffmann und des später wegen Manipulation zu einer Haftstrafe verurteilten Trainers Walter Mayer zustande.

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