vergrößernverkleinern
Franziska Preuß erlebte mit der deutschen Biathlon-Staffel einen schwarzen Tag
Franziska Preuß erlebte mit der deutschen Biathlon-Staffel einen schwarzen Tag © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Hochfilzen - Die deutschen Biathletinnen erzielen bei der Staffel in Hochfilzen ihr schwächstes Ergebnis seit langem - und warten sehnsüchtig auf Laura Dahlmeier.

Nach einem völlig verkorksten Staffelrennen war Franziska Preuß untröstlich.

"Es tut mir extrem leid", sagte die 24-Jährige mit trauriger Miene und leiser Stimme, nachdem sie sich zwei Strafrunden geleistet und für die nächste bittere Enttäuschung bei den erfolgsverwöhnten deutschen Biathletinnen gesorgt hatte. Nur ein ernüchternder siebter Platz über 4x6 km - ohne ihre Vorzeigeathletin Laura Dahlmeier ist bei den DSV-Frauen im WM-Winter (noch) nichts los.

Während die Männer mit drei Podestplätzen im österreichischen Hochfilzen erneut überzeugten, blieb das Frauenteam auch im zweiten Weltcup des WM-Winters weit hinter den Erwartungen zurück - und ebenso weit von den angestrebten Podestplätzen entfernt.

Anzeige

Warten auf Laura Dahlmeier

Eine neunter Platz von Franziska Hildebrand in der Verfolgung von Hochfilzen, Rang elf von Vanessa Hinz im Sprint - und dann auch noch das Debakel am Sonntag. Das DSV-Quartett war nach dem Aussetzer von Preuß beim Sieg von Italien um die starke Dorothea Wierer chancenlos. Umso größer ist die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr von Biathlon-Königin Dahlmeier.

Disziplin-Trainer Kristian Mehringer weiß, "dass die Ansprüche natürlich höher sind. Wir wollten in Richtung Podest angreifen. Wir sind nicht zufrieden", sagte er.

Zuvor hatte er sich noch zuversichtlich gezeigt, dass die Mannschaft ihre Klasse in den nächsten Rennen "unter Beweis stellen" werde: "Wenn der Knoten platzt, geht ein Ruck durch die Mannschaft."

Preuß: "Ich hab die Nähmaschine"

Dieser Ruck blieb bislang aus. "Ich hab stehend die Nähmaschine bekommen. Ich bin dagestanden und die Beine wackeln durch. Es ist bitter", sagte eine völlig geknickte Preuß.

"Es gibt noch sehr viel zu arbeiten", hatte sie schon vor der Staffel erklärt. "Man darf sich keine Fehler erlauben, es wird extrem schnell geschossen. Das Feld rückt immer näher zusammen", ergänzte Denise Herrmann, "aber wir greifen wieder an".

Bald wieder mit Dahlmeier. Die siebenmalige Weltmeisterin aus Partenkirchen hatte im IBU-Cup mit Platz zwei in der Single-Mixed-Staffel ein beachtliches Comeback gefeiert. Es werde "nicht mehr so lange dauern, bis ich wieder im Weltcup starten kann", sagte die 25-Jährige bei xc-ski.de. Selbst ein Start bei den Rennen in Nove Mesto von Donnerstag bis Sonntag erscheint nicht mehr ganz ausgeschlossen. Erste Möglichkeit eines Weltcup-Comebacks im neuen Jahr wäre Oberhof (10. bis 13. Januar).

Nächste Artikel
previous article imagenext article image