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Laura Dahlmeier machte in ihrem zweiten Rennen nach ihrer Rückkehr als zweite Läuferin Boden gut
Laura Dahlmeier machte in ihrem zweiten Rennen nach ihrer Rückkehr als zweite Läuferin Boden gut © Getty Images
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Die deutschen Biathletinnen erreichen in der Staffel in Ruhpolding eine Topplatzierung. Laura Dahlmeier blickt im Anschluss optimistisch auf die kommenden Aufgaben.

Laura Dahlmeier hatte schon eine kurze Erholungseinheit auf dem Ergometer hinter sich, als Denise Herrmann der deutschen Staffel als Schlussläuferin den zweiten Podestplatz des Winters sicherte.

Hinter Frankreich und Norwegen belegte das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier (Partenkirchen), Vanessa Hinz (Schliersee), Franziska Preuß (Haag) und Herrmann (Oberwiesenthal) über 4x6 km beim Heimweltcup in Ruhpolding den dritten Rang.

23,4 Sekunden lagen die deutschen Frauen nach neun Nachladern hinter den Französinnen (0 Strafrunden + 4 Nachlader) zurück, die in 1:09,27,7 Stunden siegten. Wichtigste Erkenntnis vor dem Massenstartrennen über 12,5 km am Sonntag war jedoch: Bei Biathlon-Königin Dahlmeier geht es aufwärts.

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Dahlmeier: "Schritt in die richtige Richtung"

"Es ist von Anfang an flüssiger gegangen. Vor allem in der ersten Runde. Ich wurde vom Publikum getragen. Es hat richtig Spaß gemacht. Ich wollte Druck machen, das ist mir recht gut gelungen. Zum Schluss haben vielleicht noch zwei, drei Körner gefehlt, aber ich glaube, dass es schon wieder ein Schritt in die richtige Richtung war", sagte die 25-Jährige in der ARD. Sprach's und eilte zur Regeneration, damit es "am Sonntag wieder gut klappt".

Noch am Donnerstag nach Platz neun im Sprint hatte die siebenmalige Weltmeisterin betont, "dass ich mich selten so brutal quälen musste. Die Krankheit ist nicht spurlos an mir vorübergegangen." Nach ihrem spektakulären Comeback in Nove Mesto mit Platz zwei im Sprint und Rang fünf in der Verfolgung hatte Dahlmeier wegen eines erneuten Infekts über Weihnachten eine Pause einlegen müssen und war erst in Ruhpolding wieder in den Weltcup zurückgekehrt.

In der Staffel am Samstag vor 22.500 Zuschauern hatte sie als Sechste von Hinz ("Das war ein Solala-Rennen von mir. Ich war extrem nervös.") übernommen. Dahlmeier benötigte im Liegendanschlag einen Nachlader und lief auf Position vier nach vorne. Preuß ("Ich bin zufrieden, es war ein guter Tag") gelang dann der Sprung auf den dritten Platz - doch mehr war nicht mehr möglich, da Herrmann im Stehendschießen mit drei Nachladern eine Strafrunde gerade so verhinderte.

Neuner: "Egal in welcher Besetzung - DSV ist weltklasse"

Dennoch habe das deutsche Team "gezeigt, egal in welcher Besetzung sie laufen, sie sind in der Weltspitze dabei", sagte ARD-Expertin Magdalena Neuner, die Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver 2010. Schon in Oberhof hatten die deutschen Frauen ohne Dahlmeier Rang zwei hinter Russland erreicht. Den letzten Sieg einer deutschen Staffel hatte es vor einem Jahr am 13. Januar 2018 in Ruhpolding gegeben.

Am Sonntag steht zunächst für die Männer zum Abschluss der Wettkämpfe in Ruhpolding (12.15 Uhr) das Massenstartrennen über 15 km mit Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Benedikt Doll (Breitnau) und Johannes Kühn (Reit im Winkl) an. Doll war im Sprint am Donnerstag Dritter hinter den Bö-Brüdern Johannes Thingnes und Tarjei geworden.

Zum Abschluss der Wettbewerbe in Ruhpolding werden am Sonntag die Massenstartrennen ausgetragen. Die Männer beginnen um 12.15 Uhr (im LIVETICKER), die Frauen um 14.40 Uhr (im LIVETICKER). Der nächste Weltcup findet vom 24. bis 27. Januar in Antholz statt.

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