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BIATHLON-WORLD-SWE-MIX RELAY
Die deutschen Biathleten feiern die erste Medaille bei der WM © Getty Images
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Bei der Biathlon-WM in Östersund gelingt den deutschen Biathleten der erste Coup. Bei der Mixed-Staffel holt Deutschland die Silber-Medaille.

Überglücklich nahm das deutsche Silber-Quartett im Schneetreiben von Östersund die Glückwünsche und Blumen von IBU-Präsident Olle Dahlin entgegen.

Trotz der verpassten Titelverteidigung bejubelte Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer eine "Super-Eröffnung und ein schönes Erfolgserlebnis für uns". Das stimme alle für den weiteren WM-Verlauf "zuversichtlich. Das haben wir nun im Säckchen", sagte der 31-Jährige stolz und mit einem breiten Grinsen.

Wenige Meter neben dem Podium stand Mark Kirchner bei der "Flowers-Ceremony" im "Östersunds Skidstadion" und lächelte ebenfalls zufrieden. "Wir haben bravourös gekämpft. Wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren", betonte der Bundestrainer nach einem verheißungsvollen Auftakt seiner Mixed-Staffel, die selbst den kurzfristigen Ausfall von Biathlon-Königin Laura Dahlmeier kompensiert hatte, in die Titelkämpfe in Schweden. Es sei auch "ganz egal", fügte Vanessa Hinz bestimmt an, "welche Farbe die Medaille hat".

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Doll leistet sich zwei Schießfehler

Auch den zweiten Platz und den "Medaillen-Hattrick" zum WM-Auftakt feierten Hinz (Schliersee), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Benedikt Doll (Breitnau) ausgelassen. Ohne die erkältete Dahlmeier, die am Freitag wieder starten soll, musste sich der Weltmeister von 2017 nur Norwegen geschlagen geben.

Nach 2x6 und 2x7,5 km lag das deutsche Team nur 13,1 Sekunden hinter dem Top-Favoriten um Saison-Dominator Johannes Thingnes Bö. Rang drei ging an Italien (+1:09,6 Minuten). Zuletzt war das deutsche Team 2015 im ersten WM-Rennen ohne Edelmetall geblieben.

Die Entscheidung über Gold und Silber fiel beim letzten von insgesamt acht Schießeinlagen. Während der Norweger Vetle Sjastad Christiansen fehlerfrei blieb, leistete sich Doll zwei Schießfehler. "Ich bin schon erhöhtes Risiko gegangen. Vetle war leider der bessere Schütze", sagte Doll.

Hinz rückt für Dahlmeier nach

Für das spannungsgeladene Finale hatte zuvor Olympiasieger Peiffer gesorgt, der im Wettstreit mit dem zwölfmaligen Saisonsieger Bö mithalten konnte. Er schickte Doll mit nur 15,4 Sekunden Rückstand auf Christiansen in die Loipe - die Italiener, zur Halbzeit ebenfalls noch ganz vorne mit dabei, waren zu diesem Zeitpunkt bereits entscheidend distanziert.

Zuvor hatten die beiden deutschen Frauen Licht und ein wenig Schatten erlebt. Hinz, die in nahezu allen Staffeln als Startläuferin in die Loipe geht, wollte dem dichten Gedränge zu Beginn entfliehen und setzte sich sofort an die Spitze des Feldes. Sie blieb nach der ersten tadellosen Einlage auch vorne dabei, verlor durch zwei Patzer im Stehendschießen aber viel Zeit. "Ich hätte es gerne ein bisschen besser gemacht", sagte die 26-Jährige, die Herrmann mit 29,8 Sekunden Rückstand in die Loipe schickte.

Die frühere Langläuferin war erst durch den Ausfall von Dahlmeier ins Team gerutscht, sie machte ihrem Ruf als furiose Läuferin aber gleich alle Ehre - und traf. Nach ihrem ersten Schießen lag das DSV-Team dank Herrmann, die eine schwarz-rot-goldenen Bemalung auf der Wange trug, nur noch zwei Sekunden hinter der Spitze. Trotz dreier Nachlader stehend übergab die 30-Jährige als Führende an Peiffer. "Die Strecke liegt mir, das weiß ich", sagte Herrmann: "Ich habe schnell gemerkt, dass die Beine wieder da sind. Zudem hatte ich Bombenmaterial unter den Füßen."

In Mittelschweden geht es Schlag auf Schlag weiter, bereits am Freitag (Biathlon-WM: Sprint der Frauen ab 16.15 Uhr im LIVETICKER) findet der Sprint der Frauen statt. Über 7,5 km muss man dann wieder vor allem Herrmann auf dem Zettel haben, sie hatte 2017 den Weltcup-Sprint in Östersund gewonnen. "Ich hoffe, dass ich das wieder so abrufen kann", sagte sie.

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