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Denise Herrmann stürmte in Oberhof bis auf den fünfte Platz
Denise Herrmann stürmte in Oberhof bis auf den zweiten Platz © Getty Images
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Beim Heim-Weltcup der Biathleten in Oberhof sorgt Denise Herrmann für einen Auftakt nach Maß. Im Sprint der Damen schafft sie es auf das Podest.

Denise Herrmann stand im Oberhofer Schmuddelwetter und strahlte über das ganze Gesicht.

Mit Platz zwei im Sprint über 7,5 km setzte die Verfolgungs-Weltmeisterin im ersten Rennen des Jahres nicht nur ein dickes Ausrufezeichen, sondern sorgte nach einigen massiven Enttäuschungen in diesem Winter für kollektive Erleichterung bei den deutschen Biathletinnen.

"Es ist immer schön, ein neues Jahr so zu eröffnen. Das war ganz wichtig, darauf kann man aufbauen", sagte die 31-Jährige nach dem ersten Podestplatz der Saison sichtlich gelöst, nachdem sie Nieselregen, Wind und dichtem Nebel beim Heim-Weltcup am Grenzadler bravourös getrotzt hatte. "Ich kenne mich mit diesen schwierigen Bedingungen bestens aus, da ist man ein bisschen entspannter. Das konnte ich heute Gott sei Dank rüberbringen", ergänzte Herrmann.

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Herrmann setzt Aufwärtstrend fort

Die Oberwiesenthalerin lag mit einem Schießfehler und schnellster Laufzeit 33,1 Sekunden hinter Marte Olsbu Röiseland. Die Norwegerin siegte nach fehlerfreier Schießleistung deutlich in 22:04,9 Minuten. "Das war bei diesem Regen und Nebel schwierig, aber ich habe versucht, nicht so viel nachzudenken", sagte Röiseland in der ARD. Dritte wurde Julia Simon aus Frankreich (1/47,4).

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Herrmann setzte einen Monat vor der WM in Antholz (13. bis 23. Februar) damit ihren jüngsten Aufwärtstrend fort. Zuletzt war sie im Sprint und Massenstart von Le Grand Bornand Fünfte geworden, in der Verfolgung hatte sie Rang sechs belegt. In den bisherigen sieben Einzelrennen der Saison hatten die DSV-Läuferinnen die ersten drei Plätze meist deutlich verpasst.

Das habe schon am Selbstvertrauen gekratzt und zu Verunsicherung geführt, räumte Herrmann am Donnerstag ein. "Mir hat zuletzt die Lockerheit gefehlt. Das hat auch innerlich für Druck gesorgt. Ich habe über die Weihnachtstage versucht, Ruhe reinzubringen, das hat mir ganz viel gebracht", sagte sie.

Hinz knackt WM-Norm

Gerade am Schießstand zeigte sie sich - anders als oft zuvor - abgebrüht. Vor dem letzten Schuss am Stehendanschlag kam Herrmann aus dem Rhythmus, wartete lange. "Ich hab gemerkt, ich habe leicht gezittert", erklärte sie ihre kleine Pause: "Das war mir in dem Moment aber egal, ich bin locker geblieben." Und setzte den entscheidenden Treffer fürs Podium.

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Auch Vanessa Hinz (Schliersee/1/1:49,8) zeigte sich verbessert und konnte mit Rang 15 zufrieden sein, damit knackte sie die WM-Norm. Dagegen verfehlten die anderen deutschen Starterinnen die Top 30 zum Teil deutlich. Am Freitag (14.30 Uhr) steht der Sprint der Männer auf dem Programm.

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