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ANTHOLZ-ANTERSELVA, ITALY - FEBRUARY 19: Arnd Peiffer of Germany competes during the Men 20 km Individual Competition at the IBU World Championships Biathlon Antholz-Anterselva on February 19, 2020 in Antholz-Anterselva, Italy. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Arnd Peiffer ist mit seiner Leistung nicht zufrieden © Getty Images
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Die deutschen Männer stehen bei der Biathlon-WM auch nach dem Einzelrennen noch immer ohne Medaille dar. Das DSV-Quintett zeigt Nerven am Schießstand.

Die deutschen Biathleten haben sich bei der WM in Antholz auch im Klassiker über 20 km aus dem Medaillenrennen geschossen.

Wegen miserabler Leistungen am kniffligen Schießstand der Südtirol-Arena war am Mittwoch im Einzel Benedikt Doll als Zwölfter beim Sieg des Franzosen Martin Fourcade der beste DSV-Athlet - er leistete sich vier Schießfehler, die allesamt mit einer Strafminute sanktioniert wurden.

"Es ist einfach unfassbar schwer, das Schießen bei dem Wind einzuschätzen", sagte Doll, der am ARD-Mikro nach dem schlechtesten deutschen Abschneiden in einem WM-Einzel seit 2008 dennoch ein insgesamt positives Fazit zog: "Ich habe eigentlich gut gearbeitet. Ich bin nicht extrem unzufrieden mit meinem Rennen."

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Fourcade gewinnt Gold

Bei Fourcades Triumph landeten Philipp Horn (vier Fehler/21.), Johannes Kühn (26.), Philipp Nawrath (beide fünf/47.), und auch Titelverteidiger Arnd Peiffer (sechs/50.) in dem prestigeträchtigen Wettkampf unter ferner liefen. Peiffer, der im vergangenen Jahr in Östersund noch mit vier tadellosen Einlagen die Goldmedaille gewonnen hatte, bleibt damit vorerst der einzige deutsche Einzel-Weltmeister in diesem Jahrtausend.

Peiffer brachte nach dem Rennen seine Enttäuschung zum Ausdruck: "Ich bin fast verzweifelt, ich hätte mich am liebsten eingegraben", sagte der 32-Jährige in der ARD. Ex-Biathlon-Star Magdalena Neuner meinte: "Da wäre viel, viel mehr drin gewesen."

Abgesehen von Peiffer, der vor dem schießlastigen Wettkampf nur einen von 30 WM-Schüssen in Sprint und Verfolgung verfehlt hatte, hatten die deutschen Skijäger schon in den ersten beiden Rennen am Schießstand große Schwierigkeiten offenbart.

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In Sprint und Verfolgung leisteten sich Doll (zehn Fehler), Horn (acht) und Kühn (neun) viel zu viele Fahrkarten, um in den Kampf um Edelmetall einzugreifen. "Die Voraussetzungen auf dem Papier sind deshalb eher schlecht", hatte Doll im Vorfeld gesagt.

Seine Befürchtungen sollten sich bestätigen: Während Fourcade (ein Fehler), der zweitplatzierte Norweger Johannes Thingnes Bö (zwei) und Bronze-Gewinner Dominik Landertinger (1/Österreich) bei teilweise komplizierten Windbedingungen ordentlich durchkamen, verfehlten die Deutschen reihenweise die Zielscheiben. "Da muss ich viel Aufbauarbeit leisten", sagte Routinier Erik Lesser, der auch wegen einer durchwachsenen Saison nicht für den Wettkampf nominiert worden war.

Lesser und Preuß in Single-Mixed-Staffel

Die nächste Medaillenchance erhalten die deutschen Skijäger am Donnerstag (15.15 Uhr) in der Single-Mixed-Staffel - in der jüngsten der WM-Disziplinen ist das Feld der Anwärter auf Edelmetall allerdings riesig. "Eine gute Frau und einen guten Mann bringt fast jede Nation an den Start", hatte Frauentrainer Kristian Mehringer unlängst über das Rennen, das erst seit dem Vorjahr in Östersund zum WM-Programm gehört, gesagt.

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Im Single Mixed läuft Franziska Preuß an der Seite Lessers, der trotz seines schwachen Winters eine Chance erhalten dürfte, hatte er in den vergangenen Jahren doch oft den männlichen Part in der Zweier-Staffel gegeben. Der zweimalige Weltmeister hatte zuletzt im zweitklassigen IBU-Cup an seiner Form gefeilt und war am Sonntag zum Team gestoßen.

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