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Alexander Loginov steht bei der Biathlon-WM in der Kritik
Alexander Loginov (l.) gewann völlig überraschend Gold im WM-Sprint von Antholz © Getty Images
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Bei der Biathlon-WM in Antholz schockt Alexander Loginov im Sprint die Konkurrenz. Superstar Bö geht leer aus, den Deutschen fehlt die Komplexleistung.

Wohl kaum einer hätte vor der Biathlon-WM einen Cent auf einen Erfolg von Alexander Loginov gesetzt.

Runde 13 Monate nach seinem bislang ersten und einzigen Einzelsieg im Weltcup sicherte sich der Russe im Sprint von Antholz völlig überraschend die Goldmedaille und schockte damit die Konkurrenz um Top-Favorit und Titelverteidiger Johannes Thingnes Bö und Arnd Peiffer.

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Der Sprint-Weltmeister von 2011 jagte seine Patronen zwar zielsicher in die schwarzen Scheiben, für den ersten Coup der deutschen Biathleten fehlte ihm aber die Spritzigkeit: Der Olympiasieger musste sich als bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit dem siebten Rang begnügen - 20,2 Sekunden fehlten zum Podest.

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"Man muss einfach einen optimalen Tag erwischen, um nach ganz vorne zu laufen. Ich habe das Bestmögliche herausgeholt", sagte Peiffer, der sich aber immerhin eine ansprechende Ausgangslage für das Jagdrennen am Sonntag verschafft hatte, im ZDF: "Man muss in Top-Form sein und dazu noch eine gute Tagesform erwischen."

Loginov hat Doping-Vergangenheit

Die hatte Loginov. Der 28-Jährige, schon Ende 2014 wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden war, schnappte sich nach einer fehlerfreien Vorstellung die Goldmedaille und lag im Ziel 6,5 Sekunden vor dem Franzosen Quentin Fillon-Maillet. Bronze gewann dessen Landsmann Martin Fourcade, der nach einer fehlerfreien Leistung 19,5 Sekunden langsamer als Loginov war. Bö musste sich nach einem Schießfehler mit dem fünften Rang zufrieden geben.

Die Konstellation auf dem Podest barg besondere Brisanz: Der fünfmalige Olympiasieger Fourcade gilt als lautester und entschiedenster Vorkämpfer gegen Dopingmissbrauch in der Biathlon-Szene, vor allem Loginov war ihm nach dessen Sperre ein Dorn im Auge. Nach dem Triumph des Russen hielt sich der Franzose aber zurück. 

"Wenn es um Doping geht, erwarten immer alle von mir, dass ich meine Stimme erhebe. Alle wissen, wie wichtig dieses Thema für mich ist und wie sehr es mich schmerzt", sagte Fourcade, der nicht weiter auf Loginov eingehen wollte: "Wir haben eine wundervolle WM hier in Antholz, und wir sollten uns auf die sportlichen Themen konzentrieren."

Dolls Medaillentraum platzt beim ersten Schießen

Deutschlands bester Skijäger Benedikt Doll, der in dieser Saison bereits im Weltcup einen Sprint gewonnen und vor drei Jahren in dieser Disziplin auch den WM-Titel geholt hatte, verabschiedete sich indes schon im ersten Schießen aus dem Medaillenrennen. Der 29-Jährige ließ die erste und die letzte Scheibe stehen, auch nach dem zweiten Anschlag musste er eine Strafrunde drehen.

"Ich habe schnell gemerkt, dass ich richtig gute Ski habe und schnell unterwegs bin. Es ist umso ärgerlicher, dass es am Schießstand nicht geklappt hat", sagte Doll, der 14. wurde und zum gesamten Abschneiden des deutschen Teams meinte: "Es ist irgendwie blöd gelaufen."

Denn auch der laufstarke WM-Debütant Philipp Horn (Frankenhain/2) sowie Johannes Kühn (Reit im Winkl/4) blieben am Schießstand nicht ohne Fehler, Horn vergab dadurch sogar die Chance auf eine Medaille. "Es hat richtig Spaß gemacht", sagte der achtplatzierte Horn dennoch, "es war ein richtig cooler Tag."

Verfolgungsrennen am Sonntag schließen erste WM-Woche ab

Die beiden Verfolgungsrennen am Sonntag (13/15.15 Uhr) schließen die erste Woche der Titelkämpfe ab, bei den Frauen geht Titelverteidigern Denise Herrmann als Fünfte mit einem Rückstand von einer halben Minute auf die norwegische Sprint-Weltmeisterin Marte Olsbu Röiseland aussichtsreich in die Loipe.

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"Das ist ein neues Rennen, die Ausgangsposition ist gut, und es gibt ja auch was zu verteidigen", sagte Herrmann und versprach: "Ich greife wieder an."

In der kommenden Woche kämpfen die Biathleten noch im Einzel, der Single-Mixed-Staffel, den Staffeln und im Massenstart um Edelmetall. Vor allem in den Team-Wettbewerben rechnen sich die deutschen Skijäger gute Medaillenchancen aus.

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