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Die deutschen Biathletinnen feiern im Sprint von Kontiolahti einen Doppelsieg. Denise Herrmann gewinnt vor Franziska Preuß sowie den Sprint-Weltcup.

Denise Herrmann lief grinsend durch den Zielraum und scherzte ausgelassen mit Franziska Preuß, beide hatten nach dem Doppelsieg im "Geister-Sprint" von Kontiolahti gut lachen. "Es ist unglaublich, dass es gereicht hat. Es ist richtig schön, dass wir die Saison so beenden können", sagte Herrmann in der ARD.

Mit der besten Laufleistung im finnischen Schneeregen und nur einem Fehler im Stehendanschlag bei windigen Bedingungen war die Ex-Weltmeisterin erneut nicht zu schlagen. "Das nehmen wir gerne mit, eine richtig gute Teamleistung. Es hat sich abgezeichnet, dass wir richtig gut in Schuss sind", fügte eine überglückliche Herrmann hinzu.

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Preuß (1 Strafrunde) hatte im Ziel 20,1 Sekunden Rückstand und lief zum zweiten Mal in Folge aufs Podium. "Es war nicht der schönste Wettkampf vom Ambiente. Ich habe vielleicht vom Schießtempo einen Ticken überdreht", analysierte Preuß.

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Herrmann sichert sich Sprint-Kristallkugel

Herrmann überflügelte nach ihrem Triumph vergangene Woche im tschechischen Nove Mesto noch die Gesamtweltcupführende Dorothea Wierer (Italien) und holte sich nach dem insgesamt dritten Saisonsieg die kleine Kristallkugel im Sprint. Für die Skijägerinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) war es der erste Doppelsieg seit mehr als einem Jahr. Karolin Horchler rundete mit einer fehlerfreien Schießleistung als Zwölfte ein gutes Teamergebnis ab, Vanessa Hinz (2) landete auf Platz 21.

Anders als am Donnerstag, als mehr als 500 Fans durch den Wald an die Strecke pilgerten, riegelte der Weltverband IBU einen Tag später die Loipe weitläufig ab. Die Ruhe kam Herrmann wie schon in Nove Mesto vor einer Woche entgegen.

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Obwohl die Welt des Sports schon kurz vor dem Stillstand steht, trotzen die Biathleten weiter der Corona-Pandemie. Am Samstag geht es in den Verfolgungs-Rennen (13.45/15.45 Uhr) für Benedikt Doll, Herrmann und Co. noch um Punkte für den Gesamtweltcup. Bei den Männern will Ex-Weltmeister Doll von Position sechs auf einen Spitzenplatz laufen, Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer von Rang neun aus eine Aufholjagd starten.

Der DSV-Tross plant, mit einem Charterflug am Montag abzureisen. "Die Botschaft, die wir nach außen senden - da bin ich nicht sicher, ob das die richtige ist", übte Frauen-Disziplintrainer Florian Steirer leise Kritik. Das österreichische Team wird am Wochenende genauso wie unter anderem die US-Mannschaft nicht mehr am Start stehen.

Die Single-Mixed-Staffel sowie Mixed-Staffel am Sonntag wurden von der IBU indes abgesagt. Das geplante Weltcup-Finale am legendären Holmenkollen in Oslo/Norwegen war am Donnerstag bereits ersatzlos gestrichen worden.

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